Anesthetic sensitivity · Anästhesieüberempfindlichkeit · Narkoseüberempfindlichkeit · Delayed anesthetic recovery · Pharmacogenetic anesthetic sensitivity
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Narkosemitteln, die häufig mit dem sogenannten MDR1-Gendefekt zusammenhängt. Durch diesen Defekt ist die Blut-Hirn-Schranke – eine Schutzbarriere im Gehirn – durchlässiger, wodurch Wirkstoffe schlechter abgebaut werden und das Nervensystem belasten. Dies betrifft vor allem den Stoffwechsel und das zentrale Nervensystem des Hundes.
Die Symptome zeigen sich meist bei der ersten Narkose im Laufe des Lebens, unabhängig vom Alter des Hundes. Besitzer bemerken dann ein extrem verzögertes Aufwachen, starkes Zittern, Herz-Kreislauf-Schwankungen oder eine gefährlich erhöhte Körpertemperatur nach dem Eingriff.
Die Veranlagung ist nicht heilbar, aber durch angepasste Narkosemittel und eine sorgfältige Überwachung gut kontrollierbar. Die zusätzlichen Kosten für spezielle Narkoseprotokolle und Vorsorgemaßnahmen liegen je nach Eingriff zwischen 200 und 1500 Euro.
Geschätzte Bandbreite typischer Behandlungskosten. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Schweregrad, der Klinik und der Region ab.
Weitere Erkrankungen, die Allgemein / Stoffwechsel betreffen.