Paradoxical pseudomyotonia · PP
Diese Erkrankung ist eine erbliche Störung des Muskelsystems, die durch einen Defekt im SLC7A10-Gen verursacht wird. Bei betroffenen Hunden kann sich die Skelettmuskulatur nach einer Anstrengung oder durch Kältereize nicht sofort wieder entspannen. Dieser Zustand der verzögerten Muskelentspannung wird als Pseudomyotonie bezeichnet.
Erste Anzeichen treten meist im Welpen- oder Junghundalter auf, wenn der Hund nach körperlicher Aktivität oder bei Kälte plötzlich steif wird und sich vorübergehend nicht bewegen kann. Diese Phasen der Muskelstarre legen sich nach einer kurzen Ruhepause wieder von selbst.
Die Erkrankung ist nicht heilbar, erfordert jedoch eine lebenslange Unterstützung durch Medikamente und eine Anpassung des Alltags, wie das Vermeiden von extremer Kälte und Überlastung. Die lebenslangen Behandlungskosten liegen in der Regel zwischen 1.000 und 4.000 Euro.
Geschätzte Bandbreite typischer Behandlungskosten. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Schweregrad, der Klinik und der Region ab.
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