Wir gruppieren Zuchtprogramme nach Tiefe der Gesundheitstests in drei Stufen. Frag deinen Züchter direkt, welches Level er erfüllt.
Ein Züchter auf Level Sehr Gut testet alle Pflichttests plus 8 weitere klinisch empfohlene Untersuchungen, die das Risiko bei dieser Rasse senken.
Zusätzlich zu den Pflichttests:
Collie Eye Anomaly (CEA)(CEA)
Augen
Die Collie-Augenanomalie (CEA) ist eine angeborene Fehlentwicklung des Auges, bei der sich die Netzhaut und die darunterliegende Gefäßschicht, die sogenannte Aderhaut, nicht richtig ausbilden. Diese Schichten sind entscheidend, um das Licht im Auge zu verarbeiten und die Netzhaut mit Nährstoffen zu versorgen. Da die Erkrankung erblich ist, wird sie von den Elterntieren an die Welpen weitergegeben.
Bestanden: CARRIER
Progressive retinale Atrophie, generisch(PRA)
Augen
Die progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine erblich bedingte Erkrankung des Auges, bei der die Netzhaut (Retina) langsam ihre Funktion verliert. Dabei sterben die lichtempfindlichen Zellen im hinteren Teil des Auges schrittweise ab. Da diese Zellen für das Sehen verantwortlich sind, führt der fortschreitende Abbau letztlich zur vollständigen Erblindung des Hundes.
Bestanden: Clear or Carrier
Katarakt(HC)
Augen und Sehvermögen
Der Graue Star (Katarakt) ist eine Erkrankung des Auges, bei der sich die Linse im Laufe der Zeit trübt. Diese Trübung verhindert, dass das Licht richtig auf die Netzhaut fällt, was die Sehfähigkeit stark einschränkt. Ohne Behandlung führt dieser Prozess in der Regel zur vollständigen Erblindung des betroffenen Auges.
Augen · Bestanden: Free (ECVO/DOK)
Exercise Induced Collapse(EIC)
Bewegungsapparat
Exercise Induced Collapse (EIC) ist eine erbliche Erkrankung des Nervensystems, bei der die Signalübertragung zu den Muskeln gestört ist. Bei starker körperlicher Anstrengung oder großer Aufregung kann das Nervensystem die Muskeln nicht mehr richtig steuern. Dies führt dazu, dass betroffene Hunde vorübergehend die Kontrolle über ihre Hinterbeine verlieren, obwohl sie ansonsten gesund wirken.
DNA · Bestanden: Clear or Carrier
Hereditary myopathy - Labrador retriever/Bouviers des Flandres myopathy(CNM)
Bewegungsapparat
Diese erbliche Erkrankung betrifft direkt die Muskeln des Hundes, weshalb sie auch als Myopathie bezeichnet wird. Durch einen genetischen Fehler können sich die Muskelfasern nicht normal entwickeln, was zu einem fortschreitenden Verlust von Muskelgewebe führt. Dadurch verlieren die betroffenen Tiere zunehmend an Kraft in ihren Beinen.
DNA · Bestanden: CARRIER
Hüftgelenksdysplasie(HD)
Bewegungsapparat
Hüftgelenksdysplasie ist eine Fehlbildung des Skelettsystems, bei der der Oberschenkelkopf nicht stabil in der Hüftpfanne sitzt. Durch diese Lockerheit reiben die Knochen im Gelenk aneinander und nutzen den schützenden Knorpel ab. Dies führt langfristig zu einer schmerzhaften Gelenkabnutzung, die als Arthrose bezeichnet wird.
Roentgen · Bestanden: B or better
Degenerative Myelopathie(DM)
Nervensystem
Die Degenerative Myelopathie ist eine schwere, fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks bei Hunden. Dabei baut sich die schützende Hülle der Nervenfasern in der Wirbelsäule langsam ab, was die Signalübertragung zwischen dem Gehirn und den Muskeln stört. Da es sich um eine neurologische Erkrankung handelt, verliert der Hund nach und nach die Kontrolle über seine Bewegungen.
DNA · Bestanden: CARRIER
MDR1-Defekt (Arzneimittelüberempfindlichkeit)(MDR1)
Nervensystem
Der MDR1-Defekt ist ein erblicher Fehler in einem Transportprotein, das normalerweise das Gehirn vor Schadstoffen schützt (die sogenannte Blut-Hirn-Schranke). Da dieses Protein im Nervensystem nicht richtig funktioniert, können bestimmte Medikamente ungehindert in das Gehirn eindringen. Dies kann zu schweren Vergiftungen des zentralen Nervensystems führen.
Bestanden: Clear or Carrier
Die Levels sind ein Vergleichsrahmen, kein offizielles Zertifikat. Sie helfen, Züchterprogramme nüchtern zu vergleichen.
Eine vollständige Checkliste mit allen Pflicht- und empfohlenen Tests, Identitäts- und Aufzucht-Fragen — direkt zum Mitnehmen.
Zur vollständigen ChecklisteFür Züchter
Maschinen-lesbare Verpaarungsregeln, Mindestalter, Prüfschemata und die Anforderungen für die Verifizierung auf HonestDog — als ausdruckbarer Leitfaden.
Beispiel-Regel — Hüftdysplasie (HD-FCI)
Beide Elterntiere müssen für Hüftdysplasie (HD-FCI) getestet sein und ein bestandenes Ergebnis vorweisen.
Wir sammeln die Pflichttests aus offiziellen Zuchtordnungen und veterinärwissenschaftlichen Datenbanken — und prüfen jeden hochgeladenen Befund auf Echtheit.
L1 = aus Zuchtordnungen verpflichtend. L2 = empfohlen oder klinisch indiziert. L3 = niedrige Prävalenz. Jede Zuordnung trägt eine Quelle und einen Vertrauenswert.
VDH-Zuchtordnungen, CIDD (Universität von PEI), OMIA (Universität Sydney), kuratierte tierärztliche Eingaben.
Hochgeladene Befunde werden per KI extrahiert und durch unser Team auf Echtheit, Datum und Ergebnis geprüft.
Beim Aussiedor (Australian Shepherd x Labrador) sind aktuell 0 Tests durch die einschlägigen Zuchtordnungen verpflichtend. Die häufigsten sind —. Jeder Test muss vor der Verpaarung durchgeführt sein und das Ergebnis muss innerhalb des durch die Zuchtordnung festgelegten Bereichs liegen.
Sieh dir Züchter an, die ihre Pflicht-Tests bereits zur Verifizierung hochgeladen haben.
Verifizierte Züchter anzeigenGesundheits-Leitfaden
Welche Tests sind Pflicht, woran erkennt man verantwortungsvolle Zucht — und was kostet es, wenn es schief geht.
Wir haben für den Aussiedor (Australian Shepherd x Labrador) 0 Pflichtuntersuchungen und 8 empfohlene Tests aus Zuchtordnungen, der Universität von PEI (CIDD) und OMIA zusammengetragen — gewichtet nach Schwere und Erblichkeit.
Was die Note bedeutet
Der Aussiedor erhält die Note C, da er als Designer-Dog die gesundheitlichen Baustellen beider Ursprungsrassen erbt. Besonders der MDR1-Defekt (Arzneimittelüberempfindlichkeit) und die Hüftgelenksdysplasie (HD) sind hier ernstzunehmende Risiken, die eine sorgfältige Auswahl der Elterntiere erfordern. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für Augenerkrankungen wie die Progressive Retinaatrophie (PRA), weshalb lückenlose Gentests vor der Verpaarung unverzichtbar sind.
Jede Rasse ist anfällig für bestimmte Erkrankungen — viele davon sind erblich. Genau wie beim Menschen erben Hunde diese Anlagen von ihren Eltern. Verantwortungsvolle Züchter prüfen ihre Zuchttiere auf diese Veranlagungen und stimmen Verpaarungen so ab, dass das Risiko für die Welpen sinkt.
Nein — aber sie sind das wirksamste Werkzeug, das wir haben. Ernährung, Bewegung, Umfeld und Genetik beeinflussen alle, ob eine Krankheit ausbricht. Wenn Züchter die richtigen Tests einsetzen, sinkt die Wahrscheinlichkeit vieler Erkrankungen deutlich.
Es gibt keine Universal-Lösung. Beim Aussiedor (Australian Shepherd x Labrador) sind aktuell 0 Pflichttests verbreitet, dazu 8 weitere empfohlene Tests. Welche das genau sind und welche Schwellenwerte zählen, zeigen wir weiter unten.
Wichtig zu wissen
Für viele Erbkrankheiten existieren noch keine zuverlässigen Screening-Tests. Bei komplexen, polygen vererbten Erkrankungen sagen Tests die Ausprägung beim Welpen nicht immer voraus. Trotzdem sind sie ein mächtiges Instrument verantwortungsvoller Zucht.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Gesundheitstests:
Untersuchen die DNA des Hundes auf bekannte krankmachende Mutationen. Sie sind schon ab Welpenalter durchführbar und liefern eine binäre Aussage (frei / Träger / betroffen).
Klinische und bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Augenspiegelung. Sie zeigen, wie sich eine Anlage tatsächlich beim Hund auswirkt — meist erst ab 12–18 Monaten aussagekräftig.