Wir gruppieren Zuchtprogramme nach Tiefe der Gesundheitstests in drei Stufen. Frag deinen Züchter direkt, welches Level er erfüllt.
Ein Züchter auf Level Sehr Gut testet alle Pflichttests plus 7 weitere klinisch empfohlene Untersuchungen, die das Risiko bei dieser Rasse senken.
Zusätzlich zu den Pflichttests:
Ektropium / Entropium
Augen
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Fehlstellung der Augenlider des Hundes. Beim Entropium rollt sich das Augenlid nach innen, wodurch die Haare auf der empfindlichen Hornhaut reiben, während beim Ektropium das Lid schlaff nach außen hängt und das Auge ungeschützt austrocknet. Beide Formen betreffen das Auge und können ohne Behandlung zu chronischen Entzündungen führen.
Bestanden: CLEAR
Cervical vertebral compressive myelopathy(CVCM)
Bewegungsapparat
Diese Erkrankung, oft als Wobbler-Syndrom bezeichnet, ist eine chronische Quetschung des Rückenmarks im Bereich der Halswirbelsäule. Sie entsteht durch verengte Wirbelknochen oder instabile Bandscheiben, die Druck auf das Nervensystem ausüben. Dadurch wird die Weiterleitung von Nervensignalen gestört, was die Bewegungskontrolle des Hundes beeinträchtigt.
Roentgen · Bestanden: A
Chondrodysplasia, SLC13A1-related
Bewegungsapparat
Diese Erkrankung ist eine erbliche Form des Zwergenwuchses, die das Skelettsystem des Hundes betrifft. Durch einen Defekt im SLC13A1-Gen mangelt es dem Körper an Sulfat, das für das gesunde Wachstum von Knochen und Knorpeln unerlässlich ist. Ohne diesen Baustein kann sich das Skelett nicht normal entwickeln.
Bestanden: CARRIER
Platelet dysfunction (thrombocytopathia, Basset hound thrombopathia)(BHT)
Herz und Kreislauf
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine erbliche Störung der Blutplättchen (Thrombozyten), die für die Blutgerinnung im Gefäßsystem verantwortlich sind. Aufgrund eines Defekts im sogenannten RASGRP2-Gen können die Plättchen nicht richtig zusammenkleben, obwohl sie in normaler Anzahl im Blut vorhanden sind. Dies führt dazu, dass die natürliche Wundheilung und Blutstillung stark verzögert ist.
DNA · Bestanden: CARRIER
Trikuspidalklappendysplasie(TVD)
Herz und Kreislauf
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung der Trikuspidalklappe, also der Herzklappe im rechten Teil des Herzens. Diese Klappe wirkt normalerweise wie ein Ventil und sorgt dafür, dass das Blut nur in eine Richtung fließt. Durch die Fehlbildung schließt sie nicht richtig, wodurch Blut rückwärts fließt und das Herz stark belastet wird.
Ultraschall · Bestanden: NORMAL
angeborene Taubheit(CHSD)
Nervensystem
Angeborene Taubheit ist ein von Geburt an bestehender Hörverlust, der durch das Absterben der empfindlichen Sinneszellen im Innenohr verursacht wird. Dadurch können Schallwellen nicht mehr richtig verarbeitet und als Signale an das Gehirn weitergeleitet werden. Diese Störung des Gehörs ist meist genetisch bedingt und tritt bei einigen Hunderassen gehäuft auf.
Physisch · Bestanden: BILATERAL_HEARING
Blutgerinnungsstörung
Stoffwechsel
Eine Blutgerinnungsstörung ist eine Fehlfunktion des Blutkreislaufs, bei der das Blut nicht normal gerinnt. Dies liegt daran, dass bestimmte Eiweiße im Blut, die sogenannten Gerinnungsfaktoren, oder die Blutplättchen nicht richtig arbeiten. Dadurch kann der Körper Wunden nicht effektiv verschließen, was zu verlängerten Blutungen führt.
Bestanden: CARRIER
Die Levels sind ein Vergleichsrahmen, kein offizielles Zertifikat. Sie helfen, Züchterprogramme nüchtern zu vergleichen.
Eine vollständige Checkliste mit allen Pflicht- und empfohlenen Tests, Identitäts- und Aufzucht-Fragen — direkt zum Mitnehmen.
Zur vollständigen ChecklisteFür Züchter
Maschinen-lesbare Verpaarungsregeln, Mindestalter, Prüfschemata und die Anforderungen für die Verifizierung auf HonestDog — als ausdruckbarer Leitfaden.
Beispiel-Regel — Augenanomalien
Polygenisch — beide Elterntiere sollten mindestens das Ergebnis "CLEAR" erreichen. Idealerweise besser. Phenotypen aus belasteten Linien sollten nicht für die Zucht herangezogen werden.
Wir sammeln die Pflichttests aus offiziellen Zuchtordnungen und veterinärwissenschaftlichen Datenbanken — und prüfen jeden hochgeladenen Befund auf Echtheit.
L1 = aus Zuchtordnungen verpflichtend. L2 = empfohlen oder klinisch indiziert. L3 = niedrige Prävalenz. Jede Zuordnung trägt eine Quelle und einen Vertrauenswert.
VDH-Zuchtordnungen, CIDD (Universität von PEI), OMIA (Universität Sydney), kuratierte tierärztliche Eingaben.
Hochgeladene Befunde werden per KI extrahiert und durch unser Team auf Echtheit, Datum und Ergebnis geprüft.
Beim Pyrenäen-Berghund sind aktuell 4 Tests durch die einschlägigen Zuchtordnungen verpflichtend. Die häufigsten sind Augenanomalien, Ellenbogendysplasie (ED), Hüftgelenksdysplasie (HD). Jeder Test muss vor der Verpaarung durchgeführt sein und das Ergebnis muss innerhalb des durch die Zuchtordnung festgelegten Bereichs liegen.
Sieh dir Züchter an, die ihre Pflicht-Tests bereits zur Verifizierung hochgeladen haben.
Verifizierte Züchter anzeigenGesundheits-Leitfaden
Welche Tests sind Pflicht, woran erkennt man verantwortungsvolle Zucht — und was kostet es, wenn es schief geht.
Wir haben für den Pyrenäen-Berghund 4 Pflichtuntersuchungen und 7 empfohlene Tests aus Zuchtordnungen, der Universität von PEI (CIDD) und OMIA zusammengetragen — gewichtet nach Schwere und Erblichkeit.
Was die Note bedeutet
Der Pyrenäen-Berghund erhält die Note C, da er als sehr große Rasse typische Schwachstellen im Bewegungsapparat aufweist. Insbesondere Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) sind hier ernsthafte, polygenetische Risiken, die trotz Zuchttests auftreten können. Zudem sollten Käufer auf Patellaluxation und Augenanomalien achten, weshalb eine sorgfältige Auswahl der Elterntiere unerlässlich ist.
Jede Rasse ist anfällig für bestimmte Erkrankungen — viele davon sind erblich. Genau wie beim Menschen erben Hunde diese Anlagen von ihren Eltern. Verantwortungsvolle Züchter prüfen ihre Zuchttiere auf diese Veranlagungen und stimmen Verpaarungen so ab, dass das Risiko für die Welpen sinkt.
Nein — aber sie sind das wirksamste Werkzeug, das wir haben. Ernährung, Bewegung, Umfeld und Genetik beeinflussen alle, ob eine Krankheit ausbricht. Wenn Züchter die richtigen Tests einsetzen, sinkt die Wahrscheinlichkeit vieler Erkrankungen deutlich.
Es gibt keine Universal-Lösung. Beim Pyrenäen-Berghund sind aktuell 4 Pflichttests verbreitet, dazu 7 weitere empfohlene Tests. Welche das genau sind und welche Schwellenwerte zählen, zeigen wir weiter unten.
Wichtig zu wissen
Für viele Erbkrankheiten existieren noch keine zuverlässigen Screening-Tests. Bei komplexen, polygen vererbten Erkrankungen sagen Tests die Ausprägung beim Welpen nicht immer voraus. Trotzdem sind sie ein mächtiges Instrument verantwortungsvoller Zucht.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Gesundheitstests:
Untersuchen die DNA des Hundes auf bekannte krankmachende Mutationen. Sie sind schon ab Welpenalter durchführbar und liefern eine binäre Aussage (frei / Träger / betroffen).
Klinische und bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Augenspiegelung. Sie zeigen, wie sich eine Anlage tatsächlich beim Hund auswirkt — meist erst ab 12–18 Monaten aussagekräftig.