Wir gruppieren Zuchtprogramme nach Tiefe der Gesundheitstests in drei Stufen. Frag deinen Züchter direkt, welches Level er erfüllt.
Ein Züchter auf Level Sehr Gut testet alle Pflichttests plus 3 weitere klinisch empfohlene Untersuchungen, die das Risiko bei dieser Rasse senken.
Zusätzlich zu den Pflichttests:
Ellenbogendysplasie(ED)
Bewegungsapparat
Ellenbogendysplasie ist eine Fehlentwicklung des Ellenbogengelenks im Bewegungsapparat, bei der die drei beteiligten Knochen nicht exakt ineinanderpassen. Diese Passungenauigkeit führt zu einer ungleichmäßigen Druckverteilung, chronischer Reibung und langfristig zu schmerzhafter Arthrose, also einem fortschreitenden Gelenkverschleiß. Die Erkrankung wird durch das Zusammenspiel mehrerer Gene beeinflusst.
Roentgen · Bestanden: 0 or 1
Atopy(CAD)
Haut und Fell
Bei der Atopie handelt es sich um eine chronische Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber Umweltstoffen wie Pollen, Hausstaubmilben oder Schimmelpilzen. Diese allergische Reaktion betrifft hauptsächlich die Haut und schwächt deren natürliche Schutzbarriere. Dadurch kommt es zu wiederkehrenden Entzündungen der Hautoberfläche.
Haut
Color Dilution Alopecia / Blue Dog Syndrom(CDA)
Haut und Fell
Die Farbverdünnungsalopezie (CDA) ist eine genetisch bedingte Erkrankung der Haut und der Haarfollikel, die bei Hunden mit aufgehellten Fellfarben wie Blau oder Grau auftritt. Durch eine Fehlverteilung verklumpt der Farbstoff Melanin in den Haaren, wodurch diese brüchig werden und dauerhaft ausfallen. Die Haut verliert dadurch an Schutz und wird anfälliger für äußere Einflüsse.
Haut · Bestanden: CARRIER
Die Levels sind ein Vergleichsrahmen, kein offizielles Zertifikat. Sie helfen, Züchterprogramme nüchtern zu vergleichen.
Eine vollständige Checkliste mit allen Pflicht- und empfohlenen Tests, Identitäts- und Aufzucht-Fragen — direkt zum Mitnehmen.
Zur vollständigen ChecklisteFür Züchter
Maschinen-lesbare Verpaarungsregeln, Mindestalter, Prüfschemata und die Anforderungen für die Verifizierung auf HonestDog — als ausdruckbarer Leitfaden.
Beispiel-Regel — Hüftgelenksdysplasie
Beide Elterntiere müssen C or better oder besser sein.
Wir sammeln die Pflichttests aus offiziellen Zuchtordnungen und veterinärwissenschaftlichen Datenbanken — und prüfen jeden hochgeladenen Befund auf Echtheit.
L1 = aus Zuchtordnungen verpflichtend. L2 = empfohlen oder klinisch indiziert. L3 = niedrige Prävalenz. Jede Zuordnung trägt eine Quelle und einen Vertrauenswert.
VDH-Zuchtordnungen, CIDD (Universität von PEI), OMIA (Universität Sydney), kuratierte tierärztliche Eingaben.
Hochgeladene Befunde werden per KI extrahiert und durch unser Team auf Echtheit, Datum und Ergebnis geprüft.
Beim Finnischer Laufhund (Suomenajokoira) sind aktuell 2 Tests durch die einschlägigen Zuchtordnungen verpflichtend. Die häufigsten sind Hüftgelenksdysplasie (HD), Cerebelläre Ataxie (CA1). Jeder Test muss vor der Verpaarung durchgeführt sein und das Ergebnis muss innerhalb des durch die Zuchtordnung festgelegten Bereichs liegen.
Sieh dir Züchter an, die ihre Pflicht-Tests bereits zur Verifizierung hochgeladen haben.
Verifizierte Züchter anzeigenGesundheits-Leitfaden
Welche Tests sind Pflicht, woran erkennt man verantwortungsvolle Zucht — und was kostet es, wenn es schief geht.
Wir haben für den Finnischer Laufhund (Suomenajokoira) 2 Pflichtuntersuchungen und 3 empfohlene Tests aus Zuchtordnungen, der Universität von PEI (CIDD) und OMIA zusammengetragen — gewichtet nach Schwere und Erblichkeit.
Was die Note bedeutet
Der Finnische Laufhund wird als solide Arbeitsrasse eingestuft, zeigt jedoch ein paar rassetypische Risiken, die durch Zuchttests kontrolliert werden müssen. Besonders die schwere Cerebelläre Ataxie (CA1) lässt sich dank direktem Gentest gut vermeiden, während die Hüftgelenksdysplasie (HD) eine sorgfältige Röntgenuntersuchung der Elterntiere erfordert. Wer auf diese Pflichtuntersuchungen achtet, erhält einen genetisch meist sehr robusten Begleiter.
Jede Rasse ist anfällig für bestimmte Erkrankungen — viele davon sind erblich. Genau wie beim Menschen erben Hunde diese Anlagen von ihren Eltern. Verantwortungsvolle Züchter prüfen ihre Zuchttiere auf diese Veranlagungen und stimmen Verpaarungen so ab, dass das Risiko für die Welpen sinkt.
Nein — aber sie sind das wirksamste Werkzeug, das wir haben. Ernährung, Bewegung, Umfeld und Genetik beeinflussen alle, ob eine Krankheit ausbricht. Wenn Züchter die richtigen Tests einsetzen, sinkt die Wahrscheinlichkeit vieler Erkrankungen deutlich.
Es gibt keine Universal-Lösung. Beim Finnischer Laufhund (Suomenajokoira) sind aktuell 2 Pflichttests verbreitet, dazu 3 weitere empfohlene Tests. Welche das genau sind und welche Schwellenwerte zählen, zeigen wir weiter unten.
Wichtig zu wissen
Für viele Erbkrankheiten existieren noch keine zuverlässigen Screening-Tests. Bei komplexen, polygen vererbten Erkrankungen sagen Tests die Ausprägung beim Welpen nicht immer voraus. Trotzdem sind sie ein mächtiges Instrument verantwortungsvoller Zucht.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Gesundheitstests:
Untersuchen die DNA des Hundes auf bekannte krankmachende Mutationen. Sie sind schon ab Welpenalter durchführbar und liefern eine binäre Aussage (frei / Träger / betroffen).
Klinische und bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Augenspiegelung. Sie zeigen, wie sich eine Anlage tatsächlich beim Hund auswirkt — meist erst ab 12–18 Monaten aussagekräftig.