Wir gruppieren Zuchtprogramme nach Tiefe der Gesundheitstests in drei Stufen. Frag deinen Züchter direkt, welches Level er erfüllt.
Ein Züchter auf Level Sehr Gut testet alle Pflichttests plus 2 weitere klinisch empfohlene Untersuchungen, die das Risiko bei dieser Rasse senken.
Zusätzlich zu den Pflichttests:
Osteochondritis dissecans(OCD)
Bewegungsapparat
Osteochondritis dissecans (OCD) ist eine Entwicklungsstörung des Skelettsystems, bei der das Wachstum des Gelenkknorpels gestört ist. Ein Teil des Knorpels verknöchert nicht richtig, verdickt sich und kann sich schließlich als loses Fragment vom Knochen abspalten. Dieses freie Knorpelstück verursacht im betroffenen Gelenk schmerzhafte Entzündungen.
Roentgen · Bestanden: 0
Spongiöse Degeneration mit zerebellarer Ataxie 1 (Belgischer Malinois)(SDCA1)
Nervensystem
SDCA1 ist eine schwere, erblich bedingte Erkrankung des Nervensystems beim Belgischen Malinois. Dabei kommt es zu einer schwammartigen Rückbildung (Degeneration) von Gewebe im Gehirn, insbesondere im Kleinhirn, welches für die Steuerung von Bewegungen zuständig ist. Durch diesen Gewebeverlust verliert der Körper zunehmend die Kontrolle über seine Motorik.
DNA · Bestanden: Clear or Carrier
Die Levels sind ein Vergleichsrahmen, kein offizielles Zertifikat. Sie helfen, Züchterprogramme nüchtern zu vergleichen.
Eine vollständige Checkliste mit allen Pflicht- und empfohlenen Tests, Identitäts- und Aufzucht-Fragen — direkt zum Mitnehmen.
Zur vollständigen ChecklisteFür Züchter
Maschinen-lesbare Verpaarungsregeln, Mindestalter, Prüfschemata und die Anforderungen für die Verifizierung auf HonestDog — als ausdruckbarer Leitfaden.
Beispiel-Regel — Ellenbogendysplasie
Polygenisch — beide Elterntiere sollten mindestens das Ergebnis "0" erreichen. Idealerweise besser. Phenotypen aus belasteten Linien sollten nicht für die Zucht herangezogen werden.
Wir sammeln die Pflichttests aus offiziellen Zuchtordnungen und veterinärwissenschaftlichen Datenbanken — und prüfen jeden hochgeladenen Befund auf Echtheit.
L1 = aus Zuchtordnungen verpflichtend. L2 = empfohlen oder klinisch indiziert. L3 = niedrige Prävalenz. Jede Zuordnung trägt eine Quelle und einen Vertrauenswert.
VDH-Zuchtordnungen, CIDD (Universität von PEI), OMIA (Universität Sydney), kuratierte tierärztliche Eingaben.
Hochgeladene Befunde werden per KI extrahiert und durch unser Team auf Echtheit, Datum und Ergebnis geprüft.
Beim Hollandse Herdershond (Holländischer Schäferhund) sind aktuell 6 Tests durch die einschlägigen Zuchtordnungen verpflichtend. Die häufigsten sind Ellenbogendysplasie (ED), Hüftgelenksdysplasie (HD), Übergangswirbel (LTV). Jeder Test muss vor der Verpaarung durchgeführt sein und das Ergebnis muss innerhalb des durch die Zuchtordnung festgelegten Bereichs liegen.
Sieh dir Züchter an, die ihre Pflicht-Tests bereits zur Verifizierung hochgeladen haben.
Verifizierte Züchter anzeigenGesundheits-Leitfaden
Welche Tests sind Pflicht, woran erkennt man verantwortungsvolle Zucht — und was kostet es, wenn es schief geht.
Wir haben für den Hollandse Herdershond (Holländischer Schäferhund) 6 Pflichtuntersuchungen und 2 empfohlene Tests aus Zuchtordnungen, der Universität von PEI (CIDD) und OMIA zusammengetragen — gewichtet nach Schwere und Erblichkeit.
Was die Note bedeutet
Der Hollandse Herdershond ist eine robuste Arbeitsrasse, bringt jedoch ein paar ernstzunehmende genetische Risiken mit, die durch gezielte Zuchttests kontrolliert werden müssen. Besonders im Fokus stehen die Degenerative Myelopathie (DM) und die Spongiöse Degeneration mit zerebellarer Ataxie 2 (SDCA2), welche schwere neurologische Schäden verursachen können, aber per DNA-Test gut kontrollierbar sind. Zudem sollte beim Welpenkauf penibel auf die Untersuchungsergebnisse der Elterntiere bezüglich Ellenbogendysplasie (ED) geachtet werden.
Jede Rasse ist anfällig für bestimmte Erkrankungen — viele davon sind erblich. Genau wie beim Menschen erben Hunde diese Anlagen von ihren Eltern. Verantwortungsvolle Züchter prüfen ihre Zuchttiere auf diese Veranlagungen und stimmen Verpaarungen so ab, dass das Risiko für die Welpen sinkt.
Nein — aber sie sind das wirksamste Werkzeug, das wir haben. Ernährung, Bewegung, Umfeld und Genetik beeinflussen alle, ob eine Krankheit ausbricht. Wenn Züchter die richtigen Tests einsetzen, sinkt die Wahrscheinlichkeit vieler Erkrankungen deutlich.
Es gibt keine Universal-Lösung. Beim Hollandse Herdershond (Holländischer Schäferhund) sind aktuell 6 Pflichttests verbreitet, dazu 2 weitere empfohlene Tests. Welche das genau sind und welche Schwellenwerte zählen, zeigen wir weiter unten.
Wichtig zu wissen
Für viele Erbkrankheiten existieren noch keine zuverlässigen Screening-Tests. Bei komplexen, polygen vererbten Erkrankungen sagen Tests die Ausprägung beim Welpen nicht immer voraus. Trotzdem sind sie ein mächtiges Instrument verantwortungsvoller Zucht.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Gesundheitstests:
Untersuchen die DNA des Hundes auf bekannte krankmachende Mutationen. Sie sind schon ab Welpenalter durchführbar und liefern eine binäre Aussage (frei / Träger / betroffen).
Klinische und bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Augenspiegelung. Sie zeigen, wie sich eine Anlage tatsächlich beim Hund auswirkt — meist erst ab 12–18 Monaten aussagekräftig.