Wir gruppieren Zuchtprogramme nach Tiefe der Gesundheitstests in drei Stufen. Frag deinen Züchter direkt, welches Level er erfüllt.
Ein Züchter auf Level Sehr Gut testet alle Pflichttests plus 6 weitere klinisch empfohlene Untersuchungen, die das Risiko bei dieser Rasse senken.
Zusätzlich zu den Pflichttests:
Progressive retinale Atrophie, CNGB1-assoziiert(PRA-CNGB1)
Augen
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um einen fortschreitenden Netzhautschwund des Auges, der durch einen genetischen Fehler im CNGB1-Gen verursacht wird. Die Netzhaut ist die Gewebeschicht im hinteren Teil des Auges, die für das Sehen verantwortlich ist. Durch den Defekt sterben die Lichtempfänger der Netzhaut langsam ab, wodurch das Auge seine Funktion verliert.
Bestanden: Clear or Carrier
Progressive retinale Atrophie, generisch(PRA)
Augen
Die progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine erblich bedingte Erkrankung des Auges, bei der die Netzhaut (Retina) langsam ihre Funktion verliert. Dabei sterben die lichtempfindlichen Zellen im hinteren Teil des Auges schrittweise ab. Da diese Zellen für das Sehen verantwortlich sind, führt der fortschreitende Abbau letztlich zur vollständigen Erblindung des Hundes.
Bestanden: frei / CLEAR
Katarakt(HC)
Augen und Sehvermögen
Der Graue Star (Katarakt) ist eine Erkrankung des Auges, bei der sich die Linse im Laufe der Zeit trübt. Diese Trübung verhindert, dass das Licht richtig auf die Netzhaut fällt, was die Sehfähigkeit stark einschränkt. Ohne Behandlung führt dieser Prozess in der Regel zur vollständigen Erblindung des betroffenen Auges.
Augen · Bestanden: CLEAR
Color Dilution Alopecia / Blue Dog Syndrom(CDA)
Haut und Fell
Die Farbverdünnungsalopezie (CDA) ist eine genetisch bedingte Erkrankung der Haut und der Haarfollikel, die bei Hunden mit aufgehellten Fellfarben wie Blau oder Grau auftritt. Durch eine Fehlverteilung verklumpt der Farbstoff Melanin in den Haaren, wodurch diese brüchig werden und dauerhaft ausfallen. Die Haut verliert dadurch an Schutz und wird anfälliger für äußere Einflüsse.
Haut · Bestanden: Clear or Carrier
Mitralklappendysplasie(MVD)
Herz
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung der Mitralklappe, einer wichtigen Ventilklappe im linken Herzen. Da diese Klappe nicht richtig schließt, fließt bei jedem Herzschlag Blut in die falsche Richtung zurück. Dies belastet das Herz stark und führt im Laufe der Zeit zu einer Überlastung und Vergrößerung des Herzmuskels.
Ultraschall · Bestanden: NORMAL
von-Willebrand-Krankheit(vWD)
Stoffwechsel
Die von-Willebrand-Krankheit ist eine erbliche Erkrankung des Blutes, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Dem Körper fehlt ein bestimmtes Eiweiß, der sogenannte von-Willebrand-Faktor, oder dieser arbeitet nicht richtig. Dieses Eiweiß ist normalerweise dafür zuständig, dass sich die Blutplättchen bei einer Verletzung wie ein Klebstoff verbinden, um die Blutung zu stoppen.
Bestanden: Clear or Carrier
Die Levels sind ein Vergleichsrahmen, kein offizielles Zertifikat. Sie helfen, Züchterprogramme nüchtern zu vergleichen.
Eine vollständige Checkliste mit allen Pflicht- und empfohlenen Tests, Identitäts- und Aufzucht-Fragen — direkt zum Mitnehmen.
Zur vollständigen ChecklisteFür Züchter
Maschinen-lesbare Verpaarungsregeln, Mindestalter, Prüfschemata und die Anforderungen für die Verifizierung auf HonestDog — als ausdruckbarer Leitfaden.
Beispiel-Regel — Progressive retinale Atrophie, CNGB1-assoziiert
Autosomal rezessiv: Beide Elterntiere müssen den Test bestehen (Ergebnis CLEAR oder besser). Zwei Träger sollten nicht verpaart werden.
Wir sammeln die Pflichttests aus offiziellen Zuchtordnungen und veterinärwissenschaftlichen Datenbanken — und prüfen jeden hochgeladenen Befund auf Echtheit.
L1 = aus Zuchtordnungen verpflichtend. L2 = empfohlen oder klinisch indiziert. L3 = niedrige Prävalenz. Jede Zuordnung trägt eine Quelle und einen Vertrauenswert.
VDH-Zuchtordnungen, CIDD (Universität von PEI), OMIA (Universität Sydney), kuratierte tierärztliche Eingaben.
Hochgeladene Befunde werden per KI extrahiert und durch unser Team auf Echtheit, Datum und Ergebnis geprüft.
Beim Kontinentaler Zwergspaniel (Papillon) sind aktuell 1 Tests durch die einschlägigen Zuchtordnungen verpflichtend. Die häufigsten sind Patellaluxation (PL). Jeder Test muss vor der Verpaarung durchgeführt sein und das Ergebnis muss innerhalb des durch die Zuchtordnung festgelegten Bereichs liegen.
Sieh dir Züchter an, die ihre Pflicht-Tests bereits zur Verifizierung hochgeladen haben.
Verifizierte Züchter anzeigenGesundheits-Leitfaden
Welche Tests sind Pflicht, woran erkennt man verantwortungsvolle Zucht — und was kostet es, wenn es schief geht.
Wir haben für den Kontinentaler Zwergspaniel (Papillon) 1 Pflichtuntersuchungen und 6 empfohlene Tests aus Zuchtordnungen, der Universität von PEI (CIDD) und OMIA zusammengetragen — gewichtet nach Schwere und Erblichkeit.
Was die Note bedeutet
Der Kontinentale Zwergspaniel (Papillon) steht gesundheitlich sehr gut da, da nur wenige genetische Risiken vorliegen. Die Progressive Retinaatrophie (PRA-CNGB1) ist als Hauptgefahr für die Augen dank Pflichtuntersuchungen gut im Griff. Achten Sie beim Welpenkauf zusätzlich auf die Untersuchung von Patellaluxation und Herzerkrankungen, um typische Schwachstellen kleiner Hunde auszuschließen.
Jede Rasse ist anfällig für bestimmte Erkrankungen — viele davon sind erblich. Genau wie beim Menschen erben Hunde diese Anlagen von ihren Eltern. Verantwortungsvolle Züchter prüfen ihre Zuchttiere auf diese Veranlagungen und stimmen Verpaarungen so ab, dass das Risiko für die Welpen sinkt.
Nein — aber sie sind das wirksamste Werkzeug, das wir haben. Ernährung, Bewegung, Umfeld und Genetik beeinflussen alle, ob eine Krankheit ausbricht. Wenn Züchter die richtigen Tests einsetzen, sinkt die Wahrscheinlichkeit vieler Erkrankungen deutlich.
Es gibt keine Universal-Lösung. Beim Kontinentaler Zwergspaniel (Papillon) sind aktuell 1 Pflichttests verbreitet, dazu 6 weitere empfohlene Tests. Welche das genau sind und welche Schwellenwerte zählen, zeigen wir weiter unten.
Wichtig zu wissen
Für viele Erbkrankheiten existieren noch keine zuverlässigen Screening-Tests. Bei komplexen, polygen vererbten Erkrankungen sagen Tests die Ausprägung beim Welpen nicht immer voraus. Trotzdem sind sie ein mächtiges Instrument verantwortungsvoller Zucht.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Gesundheitstests:
Untersuchen die DNA des Hundes auf bekannte krankmachende Mutationen. Sie sind schon ab Welpenalter durchführbar und liefern eine binäre Aussage (frei / Träger / betroffen).
Klinische und bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Augenspiegelung. Sie zeigen, wie sich eine Anlage tatsächlich beim Hund auswirkt — meist erst ab 12–18 Monaten aussagekräftig.