Wir gruppieren Zuchtprogramme nach Tiefe der Gesundheitstests in drei Stufen. Frag deinen Züchter direkt, welches Level er erfüllt.
Ein Züchter auf Level Sehr Gut testet alle Pflichttests plus 4 weitere klinisch empfohlene Untersuchungen, die das Risiko bei dieser Rasse senken.
Zusätzlich zu den Pflichttests:
Lens luxation(PLL)
Augen und Sehvermögen
Bei der Linsenluxation handelt es sich um eine erbliche Erkrankung des Auges, bei der die Haltebänder der Augenlinse reißen oder zu schwach sind. Dadurch verschiebt sich die Linse aus ihrer normalen Position. Dies kann den Abfluss der Augenflüssigkeit blockieren, wodurch ein schmerzhafter Überdruck im Auge entsteht, der unbehandelt zur Erblindung führt.
Augen · Bestanden: CLEAR
Degenerative Myelopathie(DM)
Nervensystem
Die Degenerative Myelopathie ist eine schwere, fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks bei Hunden. Dabei baut sich die schützende Hülle der Nervenfasern in der Wirbelsäule langsam ab, was die Signalübertragung zwischen dem Gehirn und den Muskeln stört. Da es sich um eine neurologische Erkrankung handelt, verliert der Hund nach und nach die Kontrolle über seine Bewegungen.
DNA · Bestanden: Clear or Carrier
Hyperuricosurie(HUU)
Nieren
Hyperurikosurie ist eine erbliche Stoffwechselstörung der Nieren und Harnwege, bei der Harnsäure im Körper nicht richtig abgebaut wird. Dies führt dazu, dass sich zu viel Harnsäure im Urin ansammelt, wodurch sich Kristalle und schmerzhafte Blasen- oder Nierensteine bilden können.
Koerperfluessigkeiten · Bestanden: Clear or Carrier
von-Willebrand-Krankheit(vWD)
Stoffwechsel
Die von-Willebrand-Krankheit ist eine erbliche Erkrankung des Blutes, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Dem Körper fehlt ein bestimmtes Eiweiß, der sogenannte von-Willebrand-Faktor, oder dieser arbeitet nicht richtig. Dieses Eiweiß ist normalerweise dafür zuständig, dass sich die Blutplättchen bei einer Verletzung wie ein Klebstoff verbinden, um die Blutung zu stoppen.
Bestanden: Clear or Carrier
Die Levels sind ein Vergleichsrahmen, kein offizielles Zertifikat. Sie helfen, Züchterprogramme nüchtern zu vergleichen.
Eine vollständige Checkliste mit allen Pflicht- und empfohlenen Tests, Identitäts- und Aufzucht-Fragen — direkt zum Mitnehmen.
Zur vollständigen ChecklisteFür Züchter
Maschinen-lesbare Verpaarungsregeln, Mindestalter, Prüfschemata und die Anforderungen für die Verifizierung auf HonestDog — als ausdruckbarer Leitfaden.
Beispiel-Regel — Patellaluxation
Beide Elterntiere müssen 0 oder besser sein.
Wir sammeln die Pflichttests aus offiziellen Zuchtordnungen und veterinärwissenschaftlichen Datenbanken — und prüfen jeden hochgeladenen Befund auf Echtheit.
L1 = aus Zuchtordnungen verpflichtend. L2 = empfohlen oder klinisch indiziert. L3 = niedrige Prävalenz. Jede Zuordnung trägt eine Quelle und einen Vertrauenswert.
VDH-Zuchtordnungen, CIDD (Universität von PEI), OMIA (Universität Sydney), kuratierte tierärztliche Eingaben.
Hochgeladene Befunde werden per KI extrahiert und durch unser Team auf Echtheit, Datum und Ergebnis geprüft.
Beim Yorkiepoo (Yorkshire Terrier x Pudel) sind aktuell 2 Tests durch die einschlägigen Zuchtordnungen verpflichtend. Die häufigsten sind Patellaluxation (PL), Progressive Retinaatrophie (prcd-PRA) (PRA). Jeder Test muss vor der Verpaarung durchgeführt sein und das Ergebnis muss innerhalb des durch die Zuchtordnung festgelegten Bereichs liegen.
Sieh dir Züchter an, die ihre Pflicht-Tests bereits zur Verifizierung hochgeladen haben.
Verifizierte Züchter anzeigenGesundheits-Leitfaden
Welche Tests sind Pflicht, woran erkennt man verantwortungsvolle Zucht — und was kostet es, wenn es schief geht.
Wir haben für den Yorkiepoo (Yorkshire Terrier x Pudel) 2 Pflichtuntersuchungen und 4 empfohlene Tests aus Zuchtordnungen, der Universität von PEI (CIDD) und OMIA zusammengetragen — gewichtet nach Schwere und Erblichkeit.
Was die Note bedeutet
Der Yorkiepoo erhält die Note B, da er als Designer-Dog von einer gewissen genetischen Vielfalt profitiert, aber dennoch die typischen Risiken der Elternrassen Yorkshire Terrier und Pudel in sich trägt. Besonders im Fokus stehen hier die Progressive Retinaatrophie (prcd-PRA), die mittels Gentest gut kontrolliert werden kann, sowie die weit verbreitete Patellaluxation (Kniescheibeninstabilität). Käufer sollten unbedingt auf entsprechende Untersuchungsergebnisse der Elterntiere bestehen.
Jede Rasse ist anfällig für bestimmte Erkrankungen — viele davon sind erblich. Genau wie beim Menschen erben Hunde diese Anlagen von ihren Eltern. Verantwortungsvolle Züchter prüfen ihre Zuchttiere auf diese Veranlagungen und stimmen Verpaarungen so ab, dass das Risiko für die Welpen sinkt.
Nein — aber sie sind das wirksamste Werkzeug, das wir haben. Ernährung, Bewegung, Umfeld und Genetik beeinflussen alle, ob eine Krankheit ausbricht. Wenn Züchter die richtigen Tests einsetzen, sinkt die Wahrscheinlichkeit vieler Erkrankungen deutlich.
Es gibt keine Universal-Lösung. Beim Yorkiepoo (Yorkshire Terrier x Pudel) sind aktuell 2 Pflichttests verbreitet, dazu 4 weitere empfohlene Tests. Welche das genau sind und welche Schwellenwerte zählen, zeigen wir weiter unten.
Wichtig zu wissen
Für viele Erbkrankheiten existieren noch keine zuverlässigen Screening-Tests. Bei komplexen, polygen vererbten Erkrankungen sagen Tests die Ausprägung beim Welpen nicht immer voraus. Trotzdem sind sie ein mächtiges Instrument verantwortungsvoller Zucht.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Gesundheitstests:
Untersuchen die DNA des Hundes auf bekannte krankmachende Mutationen. Sie sind schon ab Welpenalter durchführbar und liefern eine binäre Aussage (frei / Träger / betroffen).
Klinische und bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Augenspiegelung. Sie zeigen, wie sich eine Anlage tatsächlich beim Hund auswirkt — meist erst ab 12–18 Monaten aussagekräftig.