Die Bedeutung von SEO für Hundezüchter
Die Arbeit als Hundezüchter ist zeitaufwändig, und die Betreuung der Zuchttiere erfordert volle Aufmerksamkeit. Guten Züchtern liegt die Gesundheit und Geborgenheit ihrer Hunde sehr am Herzen, und sie sorgen für die notwendige, liebevolle Betreuung, um ihren Schützlingen die besten Voraussetzungen für ein langes, gesundes und glückliches Leben zu ermöglichen.
Ebenso zeitaufwendig ist es, die Welpen in ein gutes Zuhause zu vermitteln. Um die bestmöglichen Käufer für deine Welpen zu finden, setzen viele Züchter auf eine eigene Züchterseite. Doch was bringt die schönste und tollste Webseite, wenn sie im Internet nicht gefunden wird? Genau hier kommt „SEO" ins Spiel. Doch was ist SEO eigentlich?
„SEO" steht für Search Engine Optimization (zu Deutsch: Suchmaschinenoptimierung). Bei SEO geht es darum, dass deine Website von Suchmaschinen wie Google, Bing und Co. besser gefunden wird – je höher der Platz im Suchergebnis-Ranking, umso besser. Kurz gesagt: SEO sorgt dafür, dass du gefunden wirst, wenn jemand nach etwas Bestimmtem sucht, z. B. nach „deutscher Schäferhund Züchter in Baden-Württemberg".
Doch dafür muss deine Seite bestimmte Kriterien erfüllen, und das ist oft nicht ganz so einfach. Bekanntlich wollen alle Züchter jeder Rasse gerne auf Seite 1, in den Top-10-Suchergebnissen von Google & Co., stehen.

Hier ein kleines Beispiel: Gibst du bei Google „Labrador Züchter Bayern" ein, werden rund 100.000 Ergebnisse angezeigt. Das sind immerhin 100.000 Webseiten von Unternehmen oder Privatpersonen, die sich mit Labrador-Züchtern in Bayern befassen.
Wie wird meine Webseite besser von Suchmaschinen wie Google gefunden?
SEO-Strategien gibt es wie Sand am Meer. Es gibt unzählige Angebote, die dich davon überzeugen wollen, ein monatliches Abonnement abzuschließen, um deine Suchergebnisse zu verbessern: Webseiten, die sogenannte „Keywords" recherchieren, oder Anbieter, die behaupten, dass du sie brauchst, um dein Züchterprofil auf Google, Facebook und Instagram zu verwalten – und so weiter.
Alle diese SEO-Strategien haben ihre eigenen Vor- und Nachteile, aber als Züchter ist es fast unmöglich zu wissen, wo und wie man anfangen soll. Schließlich solltest du deine kostbare Zeit lieber mit den Hunden und den zukünftigen Welpeneltern und Interessenten verbringen als mit Mister Google.
Da wir mit HonestDog gute Züchter unterstützen und wissen, wie wertvoll deine Zeit ist, haben wir hier die wichtigsten Tipps und Tricks zusammengefasst, damit auch deine Züchterseite unter den Top-Ergebnissen bei Google oder anderen Suchmaschinen auftaucht.
1. Optimiere für die richtigen Keywords (Suchbegriffe)
Die Keyword-Recherche ist die Grundlage für die Online-Ausrichtung deines Unternehmens, sie bestimmt deine SEO-Strategie. Die Begriffe in der Keyword-Recherche legen fest, zu welchen Suchanfragen du gefunden werden möchtest.
Bei der Auswahl der Keywords solltest du dich für diejenigen entscheiden, welche den Inhalt deiner Webseite am treffendsten beschreiben und auch tatsächlich von möglichen Interessenten (z. B. möglichen Hundekäufern) bei Google eingegeben werden.
Was sind Keywords? Das Keyword, zu Deutsch „Suchbegriff", ist das „Schlüsselwort" zu den gesuchten Inhalten – also das, was Personen in den Suchschlitz von Suchmaschinen eingeben.

Nutzer verwenden Keywords, um Informationen, Dienstleistungen oder Produkte zu finden. Mit einer Keyword-Recherche kannst du die Begriffe ausfindig machen, die ein hohes Suchvolumen aufweisen. Optimierst du die Inhalte deiner Webseite nach diesen Keywords, kann das dein Ranking in den Suchergebnissen verbessern. Wenn ähnliche Keywords oder auch Synonyme auf deiner Webseite verwendet werden, ist es deutlich wahrscheinlicher, dass deine Seite weiter oben angezeigt wird. Wenn jemand nach „Collie Züchter Hamburg" sucht, sollten diese Wörter auch öfter auf deiner Webseite vorkommen (vorausgesetzt, du bist tatsächlich Collie-Züchter in Hamburg).
Notiz: Deshalb setzen auch viele gute Webseiten auf einen eigenen Blog. Dort lassen sich viele Artikel veröffentlichen, die die richtigen Keywords enthalten – das signalisiert Google zusätzliche Relevanz.
Das Suchvolumen und die Trends einzelner Keywords oder auch Kombinationen mehrerer Keywords findest du ganz einfach über den Google Keyword Planner heraus (dafür musst du zuerst ein Google-Ads-Konto einrichten). Aber Vorsicht: Je beliebter ein Keyword ist, desto schwieriger ist es auch, damit weit oben angezeigt zu werden. Züchter eher unbekannter Rassen haben hier einen gewissen Vorteil.

2. „Backlinks": Verweise von anderen Webseiten zu deiner Züchterseite
Backlinks bezeichnen Verlinkungen von anderen Websites. Für Google sind Links von anderen Seiten ein wichtiger Faktor bei der Bewertung deiner Website, denn gute Inhalte werden tendenziell häufiger verlinkt. Sie sind eine Art Empfehlung für deine Website. Die meisten Suchmaschinen bewerten unter anderem die Anzahl und Qualität von Backlinks, auch Rückverweise genannt. Je mehr externe Links eine Webseite vorweisen kann, desto vertrauenswürdiger wird sie in der Regel eingeschätzt. Heutzutage gilt allerdings klar die Devise: Qualität vor Quantität. Eine hohe Anzahl an Backlinks ist schnell erreicht, die Qualität als Unterscheidungsmerkmal wird daher immer wichtiger. Ein sauberes Backlink-Profil gehört daher zur Grundlage jeder SEO-Optimierung. Ein Gastartikel bei einem anderen Hundeblog, in dem du über deine Zuchtphilosophie schreibst, ist dafür ein guter Anfang!

3. Achte darauf, dass deine Webseite auch am Mobiltelefon einwandfrei funktioniert
Unter der sogenannten „mobilen Optimierung" versteht man Maßnahmen, die die optimale Anzeige und Nutzung von Webinhalten auf mobilen Endgeräten zum Ziel haben. Da die Optimierung für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets die Usability verbessert, hat Google die „Mobile Friendliness" zu einem Rankingfaktor gemacht.
Der Großteil aller Suchanfragen wird mittlerweile über Mobiltelefone und Tablets statt über Desktop-Computer durchgeführt. Ebenso unterscheidet sich das Klickverhalten auf kleinen Bildschirmen oft spürbar von der klassischen Desktop-Suche. Sollte deine Züchterseite daher noch nicht in den Top-Ergebnissen bei Google auftauchen, ist es umso wichtiger, dass sie für mobile Endgeräte uneingeschränkt optimiert und leicht bedienbar ist.
4. Ladegeschwindigkeit der Webseite
Der vorherige Punkt zur Handy-Freundlichkeit bringt uns zum Thema „Ladegeschwindigkeit der Webseite": Kleinere Geräte haben in der Regel langsamere Verbindungen. Daher muss deine Webseite richtig konfiguriert sein. Prinzipiell gilt, dass eine Webseite weniger als zwei Sekunden laden sollte, um eine zufriedenstellende User-Experience zu erzielen. Je kürzer die Ladezeit, desto besser. Liegt sie unter einer Sekunde, ist das sehr gut.
pagespeed.web.dev kannst du die Geschwindigkeit deiner eigenen Webseite testen.
Wie schnell deine Webseite lädt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Die folgenden Punkte helfen dir, die Ladezeit deiner Züchterseite zu reduzieren, und sind meist einfach umzusetzen.
- Komprimiere Bilder und Fotos (sie sollten idealerweise kleiner als 1 MB sein). Es gibt einige Tools, mit denen du deine Bilder komprimieren kannst. Eines davon ist: iloveimg
- Ein weiterer wichtiger Faktor für die Geschwindigkeit der Website eines Hundezüchters ist der Hoster (zu Deutsch „Anbieter"). Günstige Hoster sind in der Regel auch deutlich langsamer. Daher kann es sich lohnen, zu einem besseren Anbieter zu wechseln.
- Auch wenn es verlockend ist, viele Plugins für deine Homepage zu verwenden, verlangsamt das leider die Webseite. Unser Motto: Geschwindigkeit vor Design.
5. Schreibe Inhalte, die die Fragen deiner Besucher beantworten
Oft neigen Hundezüchter dazu, nur eine „Über uns"-Seite einzurichten und ein paar Fotos der Hündin, des Rüden, der Würfe und der Welpen hochzuladen. Natürlich sind diese Seiten unbedingt erforderlich und sollten auf keiner guten Züchterseite fehlen! Als erfahrener Züchter kannst du aber über so viel mehr informieren und auch rassespezifisches Wissen weitergeben. Die offensichtlichen Kandidaten für einen Pudel-Züchter in München wären zum Beispiel:
- Der Charakter und die Wesensmerkmale des Pudels
- Die richtige Pflege eines Pudels
- Häufige Krankheiten beim Pudel und wie man vorbeugend Vorsorge trifft
- Warum ein Pudel nur bei einem seriösen Züchter gekauft werden sollte
- Wie hypoallergen ist die Rasse Pudel?
- Die besten Hundefriseure für Pudel in München
Entscheidend ist hierbei die inhaltliche Qualität und der konkrete Nutzen für die Suchenden. Eine starre Mindestwortanzahl gibt es bei Google nicht – die Textlänge ist an sich kein Rankingfaktor. Ein Beitrag sollte genau so ausführlich sein, wie es nötig ist, um das Thema verständlich und vollständig zu erklären. Als Züchter hast du den großen Vorteil, echtes Praxiswissen einzubringen, um typische Fragen rund um deine Rasse fundiert und hilfreich zu beantworten.
6. Aktualisiere deine Website häufig
Grundsätzlich gilt: Je häufiger die Inhalte einer Webseite sinnvoll gepflegt und aktualisiert werden, desto besser bleibt die Website für Besucher und Suchmaschinen relevant. Gleichzeitig rankt Google bei vielen Suchanfragen auch bewährte Inhalte, die seit längerer Zeit verlässliche Antworten liefern. Es gilt also, je nach Content-Strategie den richtigen Mix zu finden.
Für die Besucher stellen regelmäßig eingepflegte Beiträge einen Anreiz dar, deine Seite wiederholt zu besuchen. Eine feste Veröffentlichungsquote gibt es dabei nicht – Suchmaschinen bevorzugen nach dem „Helpful Content"-Prinzip stets Qualität vor bloßer Quantität. Ein einziger gründlich recherchierter, hilfreicher Artikel bringt deiner Seite mehr als mehrere kurze Texte ohne Mehrwert, die nur verfasst wurden, um eine willkürliche Wochenquote zu erfüllen.
Wichtig ist es auch, bereits bestehende Inhalte regelmäßig daraufhin zu überprüfen, ob sie noch dem aktuellen Wissensstand entsprechen. Gerade bei sogenannten „Evergreens", also bei Artikeln, die auch nach Jahren noch nachgefragt werden, solltest du hin und wieder prüfen, ob die darin enthaltenen Aussagen noch gültig sind.
Was du auf jeden Fall vermeiden solltest, ist das Verändern des Erstellungsdatums älterer Artikel, nur um Google Aktualität vorzutäuschen. Google merkt, wenn nur kleine Anpassungen vorgenommen wurden. Wer versucht, Google auf diese Weise zu täuschen, riskiert eine Abstrafung.
Als Hundezüchter musst du keineswegs ständig neue Artikel verfassen. Es genügt vollkommen, bei Bedarf fundierte Rasseporträts oder Ratgeber bereitzustellen und die Website anlassbezogen mit aktuellen Neuigkeiten aus der Zucht zu pflegen. Versetze dich in die Lage eines Interessenten oder Besuchers; darüber würden sie sich freuen:
- Wöchentliche Updates zu deiner Zucht
- Wie die Welpen sozialisiert werden und welche Ausflüge dabei zum Beispiel unternommen werden
- Geschichten über Ausstellungen und Wettbewerbe
- Gibt es Neuigkeiten im Zuchtverein?
- Fotostrecken, wie die Welpen heranwachsen und wie sich die Elterntiere entwickeln
- Deine Gedanken über die Zukunft der Rasse
- Deine Ansichten zu aktuellen hundebezogenen Themen
7. Ergebnisse kontrollieren und Strategie anpassen
Nachdem du alle genannten Maßnahmen umgesetzt hast, ist es sehr wichtig, die Ergebnisse zu kontrollieren und die SEO-Strategie gegebenenfalls anzupassen. Erzielt eine Maßnahme nicht den gewünschten Effekt, musst du so flexibel sein, diese auch wieder rückgängig machen zu können oder abzuändern. Regelmäßige Qualitätskontrolle und Monitoring gehören zu einer guten SEO-Strategie. Und auch wenn du deine Ziele erreicht hast, bedeutet das nicht, dass du mit der Suchmaschinenoptimierung aufhören kannst. Schließlich möchtest du die gewonnenen Rankings auch halten, und die Konkurrenz und Google schlafen nicht. SEO ist ein langfristiger Prozess, bei dem es heißt, erreichte Ziele durch regelmäßige Nachoptimierung zu sichern. Ähnlich wie bei der Zucht: Nur wer lange dabeibleibt und sich im Detail auskennt, kann langfristig Erfolge erzielen.
Deine Ergebnisse kannst du ganz einfach und kostenlos über Google Analytics verfolgen. So erfährst du, wie viele Besuche deine Züchterseite hat, welche Seiten die Besucher angesehen haben, wie lange sie welchen Artikel gelesen haben und vieles mehr.
Ein weiteres wichtiges, und ebenfalls kostenloses Tool ist die Google Search Console. Mit der Google Search Console lässt sich unter anderem prüfen, welche Seiten im Index von Google sind, welche URLs Probleme verursachen und wie allgemein der Status der gesamten Website für Google ist.
Nimm dir einfach einen Nachmittag im Monat Zeit, um deine SEO-Ergebnisse zu prüfen und die Strategie zu überdenken. Plane alle Updates (Blog-Artikel, Fotoupdates, Welpennews, etc.) für den kommenden Monat, um so eine Routine in deine Online-Strategie zu bringen. Nach einiger Zeit wird auch das Spaß machen, wenn du siehst, wie die Zahl der Besucher stetig wächst.

Für Züchter, die ihre Website gezielt für Google optimieren möchten, bietet HonestDog einen weiterführenden Online-Kurs für Anfänger an. Anhand von Beispielen wird vermittelt, wie eine Züchterseite gestaltet werden kann, um passende Interessenten für die Welpenvermittlung zu erreichen.
Weiterführende Informationen zum SEO-Onlinekurs für Züchter
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gibt es eine Mindestanzahl an Wörtern, damit eine Seite bei Google gut rankt?
Nein. Google hat mehrfach klargestellt, dass die Wortanzahl an sich kein Rankingfaktor ist. Wichtig ist allein, dass die Inhalte die Suchintention der Nutzerinnen und Nutzer präzise, verständlich und vollständig erfüllen.
Wie oft sollte ich neue Inhalte auf meiner Züchterseite veröffentlichen?
Es gibt keine feste Vorgabe für die Frequenz. Anstelle von erzwungenen wöchentlichen Texten gilt das Prinzip „Qualität vor Quantität": Hilfreiche, fundierte Beiträge und zeitnahe Updates zu Würfen oder Zuchttieren sind effektiver als viele kurze Artikel ohne Mehrwert.
Warum ist die mobile Ansicht für Hundezüchter so wichtig?
Ein Großteil aller Websuchen nach Haustieren und Züchtern findet über mobile Endgeräte wie Smartphones statt. Google nutzt die mobile Version einer Website für die Indexierung und das Ranking („Mobile-First-Indexierung").
