Gesundheits-Leitfaden
Welche Tests sind Pflicht, woran erkennt man verantwortungsvolle Zucht — und was kostet es, wenn es schiefgeht.
Wir haben für die Rasse English Toy Terrier (Black and Tan) 9 Basis-Untersuchungen (davon 1 Pflicht laut Klub für Terrier e.V.) und 1 zusätzlich empfohlenen Test zusammengetragen — aus Zuchtordnungen, der Universität von PEI (CIDD) und OMIA, gewichtet nach Schwere und Erblichkeit.
Verifizierte Züchter anzeigenWas die Note bedeutet
Beim English Toy Terrier (Black and Tan) bestehen rassetypische Risiken für Augenerkrankungen wie Primäres Offenwinkelglaukom, Katarakt und Progressive retinale Atrophie sowie für Patellaluxation (PL) und anatomische Besonderheiten wie den Lückenschädel. Der Klub für Terrier e.V. schreibt eine Untersuchung auf Patellaluxation (PL) vor, bei der nur Werte von PL 0–1 zulässig sind. Ein verantwortungsvoller Züchter lässt die Elterntiere darüber hinaus auf die Augenerkrankungen untersuchen und schließt auch Von-Willebrand-Erkrankung Typ I ab, wobei Träger nur mit freien Partnern verpaart werden dürfen. Lass dir daher den offiziellen PL-Befund sowie schriftliche Nachweise über die Augenfreiheit und die Schädelgesundheit vorlegen.
Jede Rasse ist anfällig für bestimmte Erkrankungen — viele davon sind erblich. Genau wie beim Menschen erben Hunde diese Anlagen von ihren Eltern. Verantwortungsvolle Züchter prüfen ihre Zuchttiere auf diese Veranlagungen und stimmen Verpaarungen so ab, dass das Risiko für die Welpen sinkt.
Nein — aber sie sind das wirksamste Werkzeug, das wir haben. Ernährung, Bewegung, Umfeld und Genetik beeinflussen alle, ob eine Krankheit ausbricht. Wenn Züchter die richtigen Tests einsetzen, sinkt die Wahrscheinlichkeit vieler Erkrankungen deutlich.
Es gibt keine Universallösung. Der Basis-Standard für die Rasse English Toy Terrier (Black and Tan) umfasst 9 Untersuchungen, davon 1 laut Klub für Terrier e.V. verpflichtend; dazu kommt 1 weiterer empfohlener Test. Welche das genau sind und welche Schwellenwerte zählen, zeigen wir weiter unten.
Wichtig zu wissen
Für viele Erbkrankheiten existieren noch keine zuverlässigen Screening-Tests. Bei komplexen, polygen vererbten Erkrankungen sagen Tests die Ausprägung beim Welpen nicht immer voraus. Trotzdem sind sie ein mächtiges Instrument verantwortungsvoller Zucht.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Gesundheitstests:
Untersuchen die DNA des Hundes auf bekannte krankmachende Mutationen. Sie sind schon ab Welpenalter durchführbar und liefern eine binäre Aussage (frei / Träger / betroffen).
Klinische und bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Augenspiegelung. Sie zeigen, wie sich eine Anlage tatsächlich beim Hund auswirkt — meist erst ab 12–18 Monaten aussagekräftig.
Wir gruppieren Zuchtprogramme nach Tiefe der Gesundheitstests in drei Stufen. Frag deinen Züchter direkt, welches Level er erfüllt.
Ein Züchter auf Level Sehr Gut erfüllt Level Gut und lässt zusätzlich 1 weitere klinisch empfohlene Untersuchung durchführen, die das Risiko bei dieser Rasse senkt.
Zusätzlich zu Level Gut:
Von-Willebrand-Erkrankung Typ I(vWD1)
Stoffwechsel
Die Von-Willebrand-Erkrankung Typ I ist eine erblich bedingte Störung der Blutgerinnung, die durch einen Mangel an einem bestimmten Eiweiß im Blut verursacht wird. Dieses Eiweiß, der sogenannte Von-Willebrand-Faktor, hilft normalerweise den Blutplättchen, sich bei einer Verletzung zu verkleben und die Wunde zu verschließen. Durch den Mangel ist dieser wichtige Prozess im Blutkreislauf verlangsamt.
Bestanden: frei oder Träger
Die Levels sind ein Vergleichsrahmen, kein offizielles Zertifikat. Sie helfen, Züchterprogramme nüchtern zu vergleichen.
Eine vollständige Checkliste mit allen Tests des Basis-Standards und den zusätzlich empfohlenen, dazu Identitäts- und Aufzuchtfragen — direkt zum Mitnehmen.
Zur vollständigen ChecklisteFür Züchter
Maschinenlesbare Verpaarungsregeln, Mindestalter, Prüfschemata und die Anforderungen für die Verifizierung auf HonestDog — als ausdruckbarer Leitfaden.
Beispiel-Regel — Ektropium / Entropium
Polygenisch — beide Elterntiere sollten das Ergebnis „frei“ erreichen. Tiere aus belasteten Linien sollten nicht für die Zucht eingesetzt werden.
Wir übernehmen die Pflichttests aus offiziellen Zuchtordnungen, ergänzen den empfohlenen Gesundheits-Standard aus veterinärwissenschaftlichen Datenbanken — und gleichen jeden hochgeladenen Befund per KI mit dem Hundeprofil ab.
L1 = Basis-Standard: die Pflichttests des Zuchtvereins, wo seine Zuchtordnung sie festlegt, sonst der empfohlene Gesundheits-Standard der Rasse. L2 = zusätzlich empfohlen oder klinisch indiziert. L3 = niedrige Prävalenz. Jede Zuordnung trägt eine Quelle und einen Vertrauenswert.
VDH-Zuchtordnungen, CIDD (Universität von PEI), OMIA (Universität Sydney), kuratierte tierärztliche Eingaben.
Hochgeladene Befunde werden per KI extrahiert und auf Datum, Ergebnis und Konsistenz mit dem Hundeprofil geprüft — bei Unstimmigkeiten zusätzlich durch unser Team.
Als besonders relevant gelten bei der Rasse English Toy Terrier (Black and Tan) aktuell diese Erbkrankheiten: Apfelkopf, Ektropium / Entropium, Katarakt (HC), Primäres Offenwinkelglaukom (POAG), Progressive retinale Atrophie (PRA), Retinadysplasie (RD), Lückenschädel, Patellaluxation (PL), Juvenile dilatative Kardiomyopathie (JDCM). Wie stark das Risiko für einen Welpen ist, hängt vor allem davon ab, ob beide Elterntiere auf diese Erkrankungen getestet wurden und ob die Ergebnisse innerhalb der rassetypischen Anforderungen liegen.
Selbsttest
Beantworte 6 kurze Fragen zu deinem Alltag und erfahre, wie gut die Rasse English Toy Terrier (Black and Tan) zu dir passt — inklusive einer ehrlichen Kostenschätzung pro Monat, pro Jahr und über das ganze Hundeleben.
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