Auch bei einer urtümlichen und widerstandsfähigen Rasse wie der Ungarischen Bracke treten rassetypische Gesundheitsthemen auf, die vor allem die Gelenke, die Augen und das Herz betreffen. Gesundheitsorientierte Züchter setzen deshalb vor jedem Zuchteinsatz auf gezielte tierärztliche Diagnostik, um das Risiko für erbliche Erkrankungen in ihren Linien bestmöglich zu senken.
- Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED): Da Fehlentwicklungen der Gelenke bei einem laufstarken Hund zu schmerzhaften Einschränkungen führen, gehört das offizielle Röntgen der Hüftgelenke zum empfohlenen Gesundheits-Standard der Rasse. Seriöse Züchter lassen zusätzlich auch die Ellenbogen der Elterntiere röntgenologisch auswerten, um das Risiko für Gelenkprobleme beim Nachwuchs zu minimieren.
- Augenuntersuchungen (Katarakt und PRA): Beim Erdelyi Kopo gehören der Graue Star (Katarakt) sowie die Progressive Retinale Atrophie (PRA, eine fortschreitende Netzhautdegeneration) zu den bekannten rassetypischen Risiken. Verantwortungsbewusste Züchter lassen die Augen ihrer Zuchthunde regelmäßig durch spezialisierte Fachtierärzte klinisch untersuchen, um betroffene Tiere frühzeitig zu erkennen und von der Zucht auszuschließen.
- Herzuntersuchung: Um der hohen Leistungsbereitschaft der Rasse gerecht zu werden, lassen umsichtige Züchter auch das Herz der Elterntiere tierärztlich abklären.
Wichtig für dich als Käufer: Lass dir die schriftlichen Befunde der Elterntiere vor Ort im Original zeigen. Plan auch für deinen eigenen Hund später eine gelenkschonende Aufzucht, eine dem Alter angepasste körperliche Belastung sowie regelmäßige tierärztliche Kontrollen für Augen und Herz ein.