Nimm sofort Abstand vom Kauf, wenn ein Anbieter den Kangal als unkomplizierten, leicht erziehbaren Familienhund für jedermann oder gar für die Etagenwohnung anpreist. Ebenso sind Welpen, die isoliert in dunklen Verschlägen oder reinen Zwingeranlagen ohne Umweltreize aufwachsen, ein massives Warnsignal – hier sind spätere Verhaltensprobleme im Umgang mit Menschen und anderen Hunden vorprogrammiert.
Vorsicht gilt auch, wenn Tiere mit kupierten Ohren angeboten werden: In Deutschland greift das strikte Kupierverbot nach § 6 TierSchG. Fehlen zudem nachweisbare Befunde zu HD, ED und der Schilddrüse mit der Ausrede, die Eltern seien „vom Tierarzt durchgecheckt und topfit“, handelt es sich um unseriöse Vermehrer, die das Risiko schwerer Erbkrankheiten auf dich und den Hund abwälzen.
Rechtslage: Kangal wird in Deutschland nicht überall gleich behandelt und kann je nach Bundesland oder Kommune besonderen Vorschriften unterliegen. Dazu können je nach Einstufung Erlaubnispflicht oder andere behördliche Auflagen, erschwerte Versicherbarkeit oder höhere Hundesteuer gehören. Bitte informiere dich immer bei der zuständigen Behörde vor Ort.
Auf HonestDog durchläuft jeder Züchter vor der Freischaltung eine Anmeldung: Identitätsprüfung per Ausweis und Selfie, gegebenenfalls Nachweis von Vereinsmitgliedschaft oder §11-Erlaubnis, ein Wissenstest zu Zucht und Tierschutz und die Zustimmung zu den HonestDog-Zuchtstandards – unter anderem keine Zucht mit Qualzuchtmerkmalen und keine Zuchthunde unter 18 Monaten. Ohne geprüfte §11-Erlaubnis kann ein Züchter dort höchstens zwei Zuchthündinnen eintragen, und Auffälligkeiten an einem Züchterprofil meldest du direkt über „Inhalt melden“. Lass dir beim Besuch die Originalbefunde der Elterntiere zeigen. Aktuelle Würfe findest du bei den Kangal Welpen auf HonestDog.