Ein kompetenter Kaukasischer Schäferhund Züchter klärt dich offen über die hohen Anforderungen an Haltung, Erziehung und die Pflege des dicken, doppelschichtigen Fells auf. Er wird genau prüfen, ob du diesem anspruchsvollen Hund ein passendes Umfeld bieten kannst. Plane für einen Welpen aus einer solchen Zucht einen Preis von 2.500 bis 4.000 Euro ein.
Nutze das Erstgespräch und den Besuch vor Ort, um dem Züchter diese sechs konkreten Fragen zu stellen:
- Können Sie mir die offiziellen Röntgenbefunde für HD und ED beider Elterntiere im Original zeigen?
- Wurden die Elterntiere kardiologisch untersucht und gab es in Ihrer Zuchtlinie Fälle von Dilatativer Kardiomyopathie (DCM)?
- Sind in den Linien der Elterntiere Augenlidkorrekturen wegen Ektropium oder Entropium bekannt?
- Wie gewöhnen Sie die Welpen in den ersten Lebenswochen an verschiedene Umweltreize, fremde Menschen und Alltagsgeräusche?
- Wie zeigen sich Mutterhündin und Deckrüde im Alltag in Bezug auf ihren Wach- und Schutztrieb?
- Welches Fütterungs- und Bewegungsmanagement empfehlen Sie im ersten Lebensjahr, damit der Welpe nicht zu schnell wächst und die Gelenke geschont werden?
Warnsignale: So erkennst du unseriöse Vermehrer
Unseriöse Vermehrer erkennst du daran, dass sie Welpen weit unter dem üblichen Preisniveau und ohne nachvollziehbare Gesundheitsnachweise anbieten. Lass die Finger von Anbietern, die Ausreden erfinden, warum die Mutterhündin nicht besichtigt werden kann, oder die Röntgenbilder für Hüfte und Ellenbogen als unnötig abtun. Auch wenn dir ein Verkäufer den Kaukasischen Schäferhund als unkomplizierten Begleithund für die Etagenwohnung anpreist oder keine Fragen zu deiner Wohnsituation und Hundeerfahrung stellt, solltest du vom Kauf Abstand nehmen. Lass dir vor einer Entscheidung immer alle Untersuchungsbefunde schriftlich vorlegen und überzeuge dich persönlich von den Aufzuchtbedingungen vor Ort.
Rechtslage: Kaukasischer Schäferhund wird in Deutschland nicht überall gleich behandelt und kann je nach Bundesland oder Kommune besonderen Vorschriften unterliegen. Dazu können je nach Einstufung Erlaubnispflicht oder andere behördliche Auflagen, erschwerte Versicherbarkeit oder höhere Hundesteuer gehören. Bitte informiere dich immer bei der zuständigen Behörde vor Ort.
Auf HonestDog durchläuft jeder Züchter vor der Freischaltung eine Anmeldung: Identitätsprüfung per Ausweis und Selfie, gegebenenfalls Nachweis von Vereinsmitgliedschaft oder §11-Erlaubnis, ein Wissenstest zu Zucht und Tierschutz und die Zustimmung zu den HonestDog-Zuchtstandards – unter anderem keine Zucht mit Qualzuchtmerkmalen und keine Zuchthunde unter 18 Monaten. Ohne geprüfte §11-Erlaubnis kann ein Züchter dort höchstens zwei Zuchthündinnen eintragen, und Auffälligkeiten an einem Züchterprofil meldest du direkt über „Inhalt melden“. Lass dir beim Besuch die Originalbefunde der Elterntiere zeigen. Aktuelle Würfe findest du bei den Kaukasischer Schäferhund Welpen auf HonestDog.