Obwohl der Kishu als sehr robuster Hund mit einer Lebenserwartung von 11 bis 13 Jahren gilt, treten in der Rasse vereinzelt Themen bei den Gelenken, den Augen und der Schilddrüse auf. Gesundheitsorientierte Züchter lassen deshalb vor jedem Zuchteinsatz die Hüften, die Knie, die Augen und die Schilddrüse der Elterntiere klinisch und bildgebend prüfen, um gesundheitliche Risiken in ihren Linien gezielt zu senken.
Im Deutschen Club für Nordische Hunde e.V. (DCNH) sind für die Zuchtzulassung spezifische Untersuchungen vorgeschrieben, an denen du dich bei der Züchterwahl orientieren solltest. Lass dir vor Ort die offiziellen Befunde der Elterntiere zeigen:
- Hüftgelenksdysplasie (HD): Eine offizielle Röntgenuntersuchung gehört zum empfohlenen Gesundheits-Standard und gibt Aufschluss über die Beschaffenheit der Hüftgelenke. Werden nur Hunde mit einwandfreien oder fast normalen Hüften verpaart, senkt das das Risiko für schmerzhafte Gelenkprobleme beim Nachwuchs erheblich.
- Umfassender ophthalmologischer Augentest: Da beim Kishu verschiedene Augenanomalien vorkommen können, ist eine klinische Augenuntersuchung durch einen Fachtierarzt Pflicht. Dabei wird das Auge auf ein breites Spektrum von Befunden untersucht. Dazu zählen Katarakt (Grauer Star), Linsenluxation, Hornhautdystrophie, generalisierte Progressive Retinale Atrophie (PRA), Retinadysplasie, Collie-Augenanomalie (CEA) sowie Optikusnervhypoplasie und Mikropapille. Auch anatomische Besonderheiten wie Distichiasis, Ektropium und Entropium, Pektinatbanddysplasie, Persistierende Pupillarmembranen (PPM) sowie PHTVL/PHPV werden bei dieser Untersuchung erfasst.
- Knie und Schilddrüse: Da beim Kishu auch Patellaluxation (das Herausspringen der Kniescheibe) sowie Schilddrüsenthemen zu den rassetypischen Gesundheitsthemen gehören, prüfen verantwortungsvolle Züchter zusätzlich die Kniegelenke durch eine Tastuntersuchung und lassen die Schilddrüsenwerte im Labor kontrollieren.
Wichtig für dich als Käufer: Ein tierärztlicher Befund garantiert keinen lebenslang gesunden Hund, aber die konsequente Selektion auf Basis dieser Untersuchungen reduziert das Risiko für erbliche Erkrankungen deutlich. Achte später selbst auf ein gesundes Gewicht deines Hundes und eine gelenkschonende Aufzucht, damit dein Kishu lange fit bleibt.