Wir gruppieren Zuchtprogramme nach Tiefe der Gesundheitstests in drei Stufen. Frag deinen Züchter direkt, welches Level er erfüllt.
Ein Züchter auf Level Sehr Gut testet alle Pflichttests plus 11 weitere klinisch empfohlene Untersuchungen, die das Risiko bei dieser Rasse senken.
Zusätzlich zu den Pflichttests:
Cleft palate
Allgemeine Fitness und Anatomie
Eine Gaumenspalte, im Volksmund auch Wolfsrachen genannt, ist eine angeborene Fehlbildung des Schädels. Dabei schließt sich die Trennwand zwischen der Mund- und Nasenhöhle während der Entwicklung im Mutterleib nicht vollständig. Es bleibt eine offene Verbindung bestehen, die das Atmungs- und Verdauungssystem beeinträchtigt.
Physisch · Bestanden: CLEAR
Cervical vertebral compressive myelopathy(CVCM)
Bewegungsapparat
Diese Erkrankung, oft als Wobbler-Syndrom bezeichnet, ist eine chronische Quetschung des Rückenmarks im Bereich der Halswirbelsäule. Sie entsteht durch verengte Wirbelknochen oder instabile Bandscheiben, die Druck auf das Nervensystem ausüben. Dadurch wird die Weiterleitung von Nervensignalen gestört, was die Bewegungskontrolle des Hundes beeinträchtigt.
Roentgen · Bestanden: A
Hereditary myopathy - Labrador retriever/Bouviers des Flandres myopathy(CNM)
Bewegungsapparat
Diese erbliche Erkrankung betrifft direkt die Muskeln des Hundes, weshalb sie auch als Myopathie bezeichnet wird. Durch einen genetischen Fehler können sich die Muskelfasern nicht normal entwickeln, was zu einem fortschreitenden Verlust von Muskelgewebe führt. Dadurch verlieren die betroffenen Tiere zunehmend an Kraft in ihren Beinen.
DNA · Bestanden: CARRIER
Hemophilia
Herz und Kreislauf
Hämophilie ist eine schwere, erblich bedingte Störung der Blutgerinnung, die das Herz-Kreislauf-System betrifft. Dem Körper fehlen dabei bestimmte Eiweißstoffe im Blut, die für das Verschließen von Wunden notwendig sind. Ohne diese sogenannten Gerinnungsfaktoren kann das Blut nach Verletzungen nicht normal stocken.
Koerperfluessigkeiten · Bestanden: CLEAR
Diabetes mellitus(DM)
Hormonelles und Stoffwechsel
Diabetes mellitus ist eine chronische Erkrankung des Stoffwechselsystems, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin herstellt. Insulin ist ein wichtiges Hormon, das dafür sorgt, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzellen gelangt und dort als Energie genutzt werden kann. Ohne ausreichend Insulin verbleibt zu viel Zucker im Blut, während den Zellen die Energie fehlt.
Koerperfluessigkeiten · Bestanden: CLEAR
Cerebellar abiotrophy(CA)
Nervensystem
Die cerebelläre Abiotrophie ist eine erbliche Erkrankung des Nervensystems, bei der Zellen im Kleinhirn (Cerebellum) vorzeitig absterben. Das Kleinhirn ist das Kontrollzentrum für die Koordination von Bewegungen im Gehirn. Durch diesen Zellverlust verliert der Hund zunehmend die Fähigkeit, seine Bewegungen normal zu steuern.
DNA · Bestanden: CLEAR
Degenerative Myelopathie(DM)
Nervensystem
Die Degenerative Myelopathie ist eine schwere, fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks bei Hunden. Dabei baut sich die schützende Hülle der Nervenfasern in der Wirbelsäule langsam ab, was die Signalübertragung zwischen dem Gehirn und den Muskeln stört. Da es sich um eine neurologische Erkrankung handelt, verliert der Hund nach und nach die Kontrolle über seine Bewegungen.
DNA · Bestanden: CARRIER
Epilepsie(IE)
Nervensystem
Epilepsie ist eine chronische Erkrankung des Gehirns und des zentralen Nervensystems. Dabei kommt es zu plötzlichen, unkontrollierten elektrischen Entladungen im Gehirn, die die normale Informationsübertragung stören. Diese Fehlfunktion äußert sich in wiederkehrenden Krampfanfällen.
Physisch
Globoid cell leukodystrophy (galactocerebrosidosis)(GCL)
Nervensystem
Die Globoidzell-Leukodystrophie ist eine schwere, erblich bedingte Stoffwechselerkrankung des Nervensystems. Durch einen Mangel an einem bestimmten Enzym wird die schützende Hülle um die Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark abgebaut. Ohne diese Schutzschicht können Nervensignale nicht mehr richtig übertragen werden, was zu schweren neurologischen Schäden führt.
DNA · Bestanden: CLEAR
Hepatic encephalopathy, portosystemic(PSS)
Stoffwechsel
Bei dieser Erkrankung kann die Leber Giftstoffe im Blut nicht richtig filtern, weil das Blut über eine Fehlbildung der Gefäße an der Leber vorbeigeleitet wird. Dadurch gelangen giftige Stoffwechselprodukte direkt in den Kreislauf und schädigen das Gehirn. Diese Störung des Nervensystems wird als hepatische Enzephalopathie bezeichnet.
Bestanden: NORMAL
Skeletale Dysplasie 2(SD2)
Zähne und Knochen
Skeletale Dysplasie 2 (SD2) ist eine erbliche Erkrankung des Bewegungsapparates, bei der das Knochenwachstum gestört ist. Dies führt zu einer milden Form des unproportionierten Zwergwuchses, bei dem vor allem die Beine verkürzt sind. Der Kopf und der Rumpf des Hundes wachsen hingegen ganz normal heran.
DNA · Bestanden: CARRIER
Die Levels sind ein Vergleichsrahmen, kein offizielles Zertifikat. Sie helfen, Züchterprogramme nüchtern zu vergleichen.
Eine vollständige Checkliste mit allen Pflicht- und empfohlenen Tests, Identitäts- und Aufzucht-Fragen — direkt zum Mitnehmen.
Zur vollständigen ChecklisteFür Züchter
Maschinen-lesbare Verpaarungsregeln, Mindestalter, Prüfschemata und die Anforderungen für die Verifizierung auf HonestDog — als ausdruckbarer Leitfaden.
Beispiel-Regel — Katarakt
Polygenisch — beide Elterntiere sollten mindestens das Ergebnis "SUSPECT" erreichen. Idealerweise besser. Phenotypen aus belasteten Linien sollten nicht für die Zucht herangezogen werden.
Wir sammeln die Pflichttests aus offiziellen Zuchtordnungen und veterinärwissenschaftlichen Datenbanken — und prüfen jeden hochgeladenen Befund auf Echtheit.
L1 = aus Zuchtordnungen verpflichtend. L2 = empfohlen oder klinisch indiziert. L3 = niedrige Prävalenz. Jede Zuordnung trägt eine Quelle und einen Vertrauenswert.
VDH-Zuchtordnungen, CIDD (Universität von PEI), OMIA (Universität Sydney), kuratierte tierärztliche Eingaben.
Hochgeladene Befunde werden per KI extrahiert und durch unser Team auf Echtheit, Datum und Ergebnis geprüft.
Beim Labrador Retriever sind aktuell 13 Tests durch die einschlägigen Zuchtordnungen verpflichtend. Die häufigsten sind DNA-Identitätsnachweis, Zahn- und Bissbewertung, Progressive Stäbchen-Zapfen-Degeneration, PRCD-assoziiert (PRA-prcd). Jeder Test muss vor der Verpaarung durchgeführt sein und das Ergebnis muss innerhalb des durch die Zuchtordnung festgelegten Bereichs liegen.
Sieh dir Züchter an, die ihre Pflicht-Tests bereits zur Verifizierung hochgeladen haben.
Verifizierte Züchter anzeigenGesundheits-Leitfaden
Welche Tests sind Pflicht, woran erkennt man verantwortungsvolle Zucht — und was kostet es, wenn es schief geht.
Wir haben für den Labrador Retriever 13 Pflichtuntersuchungen und 11 empfohlene Tests aus Zuchtordnungen, der Universität von PEI (CIDD) und OMIA zusammengetragen — gewichtet nach Schwere und Erblichkeit.
Was die Note bedeutet
Der Labrador Retriever ist ein wunderbarer Familienhund, trägt jedoch eine überdurchschnittlich hohe Last an genetischen Risiken. Besonders die weit verbreitete Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) sind ernste, polygene Baustellen, die trotz Zuchtauslese ein Risiko bleiben. Zudem sollten Käufer unbedingt darauf achten, dass die Elterntiere auf den Exercise Induced Collapse (EIC) getestet wurden, um gefährliche Schwächeanfälle beim Apportieren zu vermeiden.
Jede Rasse ist anfällig für bestimmte Erkrankungen — viele davon sind erblich. Genau wie beim Menschen erben Hunde diese Anlagen von ihren Eltern. Verantwortungsvolle Züchter prüfen ihre Zuchttiere auf diese Veranlagungen und stimmen Verpaarungen so ab, dass das Risiko für die Welpen sinkt.
Nein — aber sie sind das wirksamste Werkzeug, das wir haben. Ernährung, Bewegung, Umfeld und Genetik beeinflussen alle, ob eine Krankheit ausbricht. Wenn Züchter die richtigen Tests einsetzen, sinkt die Wahrscheinlichkeit vieler Erkrankungen deutlich.
Es gibt keine Universal-Lösung. Beim Labrador Retriever sind aktuell 13 Pflichttests verbreitet, dazu 11 weitere empfohlene Tests. Welche das genau sind und welche Schwellenwerte zählen, zeigen wir weiter unten.
Wichtig zu wissen
Für viele Erbkrankheiten existieren noch keine zuverlässigen Screening-Tests. Bei komplexen, polygen vererbten Erkrankungen sagen Tests die Ausprägung beim Welpen nicht immer voraus. Trotzdem sind sie ein mächtiges Instrument verantwortungsvoller Zucht.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Gesundheitstests:
Untersuchen die DNA des Hundes auf bekannte krankmachende Mutationen. Sie sind schon ab Welpenalter durchführbar und liefern eine binäre Aussage (frei / Träger / betroffen).
Klinische und bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Augenspiegelung. Sie zeigen, wie sich eine Anlage tatsächlich beim Hund auswirkt — meist erst ab 12–18 Monaten aussagekräftig.