Bevor du dich auf die Suche nach einem Züchter machst, solltest du dir ehrlich die Frage stellen, ob du den speziellen Bedürfnissen dieser Rasse gerecht werden kannst. Der Norwegische Elchhund ist ein echtes Energiebündel, das geistige und körperliche Auslastung fordert. Ein kurzes Ründchen um den Block reicht ihm nicht. Er blüht auf bei ausgedehnten Wanderungen, Fährtenarbeit oder im Zughundesport.
In einer kleinen, hellhörigen Stadtwohnung wird er auf Dauer nicht glücklich, zumal diese Rasse als hervorragender Wachhund gilt. Er hat eine laute, durchdringende Stimme und meldet gerne, was um sein Revier herum passiert. Ein Haus mit gut eingezäuntem Garten ist hier definitiv von Vorteil.
Die Erziehung eines Norwegischen Elchhundes erfordert Fingerspitzengefühl. Mit Härte oder monotonen Wiederholungen kommst du bei diesem intelligenten Kopf nicht weit. Er hinterfragt Kommandos gerne mal auf ihren Sinn. Konsequenz, liebevolle Geduld und positive Bestärkung sind der Schlüssel, um seinen Respekt zu verdienen. Wenn du diese charmante Sturheit mit Humor nehmen kannst, werdet ihr ein unschlagbares Team.
Was die Pflege angeht, gibt es gute Nachrichten für den Alltag: Der reguläre Haarausfall hält sich mit 2 von 5 Punkten erstaunlich in Grenzen. Allerdings hat das doppelte, wetterfeste Fell seine Tücken. Besonders während des massiven Fellwechsels im Frühjahr und Herbst musst du täglich zur Bürste greifen, um die dichte Unterwolle herauszukämmen.