Nutze das Erstgespräch und den Besuch vor Ort, um dem Züchter auf den Zahn zu fühlen. Diese Fragen helfen dir bei der Einschätzung:
- Können Sie mir die aktuellen Befunde der Elterntiere für prcd-PRA, die von-Willebrand-Krankheit sowie die Untersuchungsergebnisse auf Patellaluxation und Hüftgelenksdysplasie zeigen?
- Wurden die Elterntiere zusätzlich auf Immunschwächen untersucht und gab es in Ihren Linien jemals Fälle von Degenerativer Myelopathie oder Myotonie?
- Um welche Generation handelt es sich bei dem Wurf (z. B. F1 aus Schnauzer und Pudel) und welche Endgröße sowie welches Gewicht erwarten Sie für die ausgewachsenen Hunde?
- Wie gewöhnen Sie die Welpen in den ersten Lebenswochen an das Bürsten, Scheren und die allgemeine Pflege des anspruchsvollen Fells?
- Kann ich die Mutterhündin vor Ort kennenlernen und welche Informationen und Gesundheitsnachweise liegen zum Deckrüden vor?
- Welche Empfehlungen geben Sie mir für eine gelenkschonende Bewegung im ersten Lebensjahr mit auf den Weg?
Warnsignale: So erkennst du unseriöse Vermehrer beim Schnoodle
Da der Schnoodle als beliebter Familienhund gilt, nutzen leider auch unseriöse Vermehrer die hohe Nachfrage aus. Ein typischer Kaufpreis für einen gut aufgezogenen Schnoodle liegt zwischen 1.800 und 3.000 Euro. Sei wachsam, wenn Welpen zu vermeintlichen Schnäppchenpreisen ohne jegliche Gesundheitsnachweise der Eltern angeboten werden – aber lass dich auch von einem hohen Preis allein nicht blenden. Ein klares Warnsignal ist es, wenn der Verkäufer keine schriftlichen Ergebnisse für prcd-PRA, Patellaluxation oder die von-Willebrand-Krankheit vorlegen kann und stattdessen pauschal behauptet, Mischlinge seien durch die Kreuzung automatisch gesund. Auch das Versprechen, der Welpe sei zu 100 Prozent allergikerfreundlich, zeugt von mangelnder Seriosität, da die Verträglichkeit immer individuell getestet werden muss. Wenn die Mutterhündin bei deinem Besuch nicht anwesend ist, du gedrängt wirst, schnell zu kaufen, oder der Verkäufer dir keine Fragen zu deinen Lebensumständen stellt, nimm Abstand vom Kauf.
Auf HonestDog durchläuft jeder Züchter vor der Freischaltung eine Anmeldung: Identitätsprüfung per Ausweis und Selfie, gegebenenfalls Nachweis von Vereinsmitgliedschaft oder §11-Erlaubnis, ein Wissenstest zu Zucht und Tierschutz und die Zustimmung zu den HonestDog-Zuchtstandards – unter anderem keine Zucht mit Qualzuchtmerkmalen und keine Zuchthunde unter 18 Monaten. Ohne geprüfte §11-Erlaubnis kann ein Züchter dort höchstens zwei Zuchthündinnen eintragen, und Auffälligkeiten an einem Züchterprofil meldest du direkt über „Inhalt melden“. Lass dir beim Besuch die Originalbefunde der Elterntiere zeigen. Aktuelle Würfe findest du bei den Schnoodle Welpen auf HonestDog.