Skye Terrier gelten bei durchdachter Zucht als recht robuste Hunde mit einer Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren. Dennoch bringt die Rasse spezifische gesundheitliche Themen mit, denen ein gesundheitsorientierter Züchter durch gezielte Untersuchungen und eine kluge Verpaarungsplanung begegnet. Lass dir vor deiner Entscheidung die schriftlichen Befunde der Elterntiere zeigen.
Gelenke und Wirbelsäule
Durch die kurzen Läufe und das kräftige Körpergewicht stehen die Gelenke unter besonderer Belastung. Im Klub für Terrier von 1894 e.V. (KfT) ist die Untersuchung auf Patellaluxation (PL) – eine Verschiebung der Kniescheibe – für Zuchthunde vorgeschrieben. Diese klinische Tastuntersuchung durch einen Tierarzt zeigt den Zustand der Kniegelenke der Elterntiere und senkt durch den Ausschluss stark betroffener Hunde das Risiko für die Nachkommen. Um den langen Rücken und die sich entwickelnden Gelenke zu schützen, klärt ein guter Züchter dich außerdem ausführlich darüber auf, wie du im Wachstum des Welpen Springen, Treppensteigen und Übergewicht konsequent vermeidest.
Augenerkrankungen und innere Organe
Neben der Pflichtuntersuchung der Knie testen engagierte Züchter ihre Hunde freiwillig weiter, um das Risiko für schwere Erbleiden in ihren Linien zu senken. Dazu gehören Untersuchungen auf Chronische Hepatitis (eine Lebererkrankung) und Renale Dysplasie (eine Fehlbildung der Nieren). Auch die Augen verdienen beim Skye Terrier besondere Aufmerksamkeit: Neben der Linsenluxation (PLL) gehören die generalisierte Form der Progressiven retinalen Atrophie (PRA), Katarakt (Grauer Star), Retinadysplasie, das Primäre Offenwinkelglaukom sowie Lidstellungsfehler wie Ektropium und Entropium zu den rassetypischen Gesundheitsthemen. Regelmäßige fachärztliche Augenuntersuchungen der Zuchttiere zeigen, ob klinische Veränderungen vorliegen, und helfen dem Züchter, betroffene Tiere nicht in die Zucht zu nehmen.