Airedale Terrier gelten insgesamt als sehr robuste Hunde, bringen aber vereinzelt Themen bei Gelenken, Augen, Nieren und der Schilddrüse mit. Um das Risiko für den Nachwuchs gezielt zu senken, schreibt etwa der Klub für Terrier e.V. für Zuchttiere das Röntgen auf Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) sowie einen ophthalmologischen Augentest (unter anderem auf Katarakt und weitere Augenanomalien) vor.
Darüber hinaus gibt es in der Rasse weitere gesundheitliche Risiken, die oft keinen Pflichtstatus haben oder für die keine Gentests existieren. Dazu zählen spezielle Augenthemen wie Ektropium, Entropium, primäres Offenwinkelglaukom, Linsenluxation, Retinadysplasie, Hornhautdystrophie und die generalisierte progressive retinale Atrophie (PRA). Auch eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Herzbefunde wie die Pulmonalstenose, die Blutgerinnungsstörung von-Willebrand-Krankheit sowie die neurologische zerebelläre Abiotrophie kommen vereinzelt vor. Seriöse Züchter lassen neben Hüften, Ellenbogen und Augen auch die Schilddrüse der Elterntiere per Blutbild prüfen und kennen ihre Zuchtlinien genau, um das Risiko für Nieren-, Herz- und neurologische Erkrankungen so gering wie möglich zu halten. Du selbst legst später mit einer gelenkschonenden Aufzucht ohne frühes Treppensteigen oder Überlastung den besten Grundstein für ein aktives Hundeleben.
Deine Checkliste für das erste Züchtergespräch
Verlass dich beim Welpenkauf nicht auf bloße Versprechungen, sondern prüfe die Fakten vor Ort. Achte bei deinem Besuch auf folgende Punkte:
- Gelenkbefunde zeigen lassen: Lass dir die offiziellen Röntgenauswertungen beider Elterntiere für Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) im Original vorlegen.
- Aktuelle Augenuntersuchung prüfen: Fordere den Befundbogen der ophthalmologischen Untersuchung durch einen Fachtierarzt für Augenheilkunde ein, der zeigt, dass die Elterntiere zum Untersuchungszeitpunkt frei von Katarakt, Lidrandfehlstellungen (Entropium/Ektropium) und Netzhautproblemen waren.
- Schilddrüse und Linienkenntnis abfragen: Frage aktiv nach aktuellen Laborwerten zur Schilddrüse (Hypothyreose) der Elterntiere sowie nach bekannten Fällen von Nierenerkrankungen, Pulmonalstenose, von-Willebrand-Krankheit oder zerebellärer Abiotrophie in den direkten Ahnenlinien.
- Mutterhündin und Aufzucht beobachten: Erlebe die Mutterhündin vor Ort. Sie sollte wachsam, aber freundlich und keinesfalls ängstlich oder aggressiv auftreten. Die Welpen müssen neugierig sein und im engen Familienanschluss aufwachsen.
- Pflegeeinweisung sichern: Ein guter Airedale-Züchter zeigt dir an der Mutterhündin, wie das rassetypische Trimmen des Drahthaars funktioniert, oder nennt dir kompetente Anlaufstellen in deiner Region.
Auf HonestDog geht ein Züchterprofil erst online, wenn der Züchter die Anmeldung durchlaufen hat: Identitätsprüfung per Ausweis und Selfie, gegebenenfalls Nachweis von Vereinsmitgliedschaft oder §11-Erlaubnis, ein Wissenstest zu Zucht und Tierschutz und die Zustimmung zu den HonestDog-Zuchtstandards, die unter anderem die Zucht mit Qualzuchtmerkmalen ausschließen. Gesundheitstests der Elterntiere, die Züchter hochladen, siehst du direkt im Profil; die Originalbefunde lässt du dir beim Besuch zeigen. Dein nächster Schritt: Vergleiche die Profile der Airedale Terrier Züchter auf HonestDog, schau dir die hochgeladenen Gesundheitsnachweise an und frag direkt nach dem nächsten Wurf.