Ein Hund aus dem Tierschutz bringt immer eine eigene Geschichte mit. Viele American Hairless Terrier zeigen sich anfangs abwartend oder durch den Tierheimalltag gestresst. Gib deinem neuen Begleiter Zeit. Sobald er Vertrauen gefasst hat, kommt sein freundliches, familienbezogenes und kinderfreundliches Wesen meist schnell wieder zum Vorschein.
Gesundheitlich gelten American Hairless Terrier als robuste Hunde mit einer hohen Lebenserwartung von 14 bis 16 Jahren. Dennoch bringt die Rasse spezifische Themen bei der Haut, den Gelenken und den Augen mit. Im American Hairless Terrier Club of America (AHTCA / OFA CHIC) sind Untersuchungen auf Linsenluxation, Patellaluxation, Hüftgelenksdysplasie, die Legg-Calvé-Perthes-Krankheit sowie Taubheit vorgesehen. Weitere rassetypische Gesundheitsthemen sind Familiäre Struma (Kropf), Hyperuricosurie, Degenerative Myelopathie und die generalisierte Progressive retinale Atrophie (PRA). Während ein gesundheitsorientierter Züchter Knie, Augen, Herz und Schilddrüse der Elterntiere klinisch beziehungsweise per Röntgen prüfen lässt und auf eine robuste Hautstruktur ohne Allergieneigung achtet, um das Risiko für den Nachwuchs zu senken, ist die genetische Herkunft im Tierheim oft unbekannt. Stammt der Hund ursprünglich von unseriösen Vermehrern, fanden solche Voruntersuchungen der Elterntiere nicht statt.
Achte deshalb bei einem Tierheimhund besonders auf den Zustand seiner Haut, sein Gangbild (insbesondere die Kniegelenke) und seine Augen. Im Tierheim sind meist Impfungen, Chip und eine tierärztliche Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die vorhandenen Unterlagen und Befunde genau zeigen.