Im Tierheim triffst du auf einen wendigen und aufmerksamen Hund, der im stressigen Tierheimalltag oft unterfordert oder sehr wachsam wirkt. In den richtigen Händen zeigt er sich jedoch ausgesprochen kinderfreundlich (5/5), familienfreundlich (4/5) und gut verträglich mit anderen Hunden (4/5). Gib ihm Zeit, Vertrauen zu fassen, bevor du sein wahres, kooperatives Potenzial im Training abrufst.
Blicke bei der Adoption auch aufmerksam auf die Gesundheit. Appenzeller Sennenhunde gelten bei guter Zucht als recht robust, bringen aber rassetypisch einige Themen bei Gelenken und Knien mit. Konkret gehören die Hüftgelenksdysplasie (HD) und die Patellaluxation (eine Verlagerung der Kniescheibe) zu den relevanten Risiken der Rasse. Seriöse Züchter lassen Hüften, Ellenbogen und Knie der Elterntiere klinisch und per Röntgen streng prüfen, um gesundheitliche Risiken in der Linie gezielt zu senken; im Schweizer Sennenhund-Verein für Deutschland e.V. ist die Röntgenuntersuchung auf Hüftgelenksdysplasie für Zuchttiere vorgeschrieben.
Stammt ein Tierheimhund hingegen aus unbekannter Herkunft oder von unseriösen Vermehrern, fehlen diese wichtigen Voruntersuchungen der Eltern. Bei einem Hund aus dem Tierschutz sind meist Impfungen, Chip und eine allgemeine Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die Unterlagen dazu zeigen. Plane für deinen adoptierten Hund regelmäßige Augenkontrollen beim Tierarzt ein und achte von Tag eins an auf ein gesundes Gewicht (bei Rüden sind 25 bis 32 kg bei 52 bis 56 cm Schulterhöhe der Richtwert) sowie auf gelenkschonende Bewegung.