Bei guter Zucht gilt der Aussiedoodle mit einer Lebenserwartung von 10 bis 13 Jahren als robuster Hund. Dennoch vereint eine Kreuzung nicht automatisch nur die besten Seiten, sondern bringt die rassetypischen Themen beider Ausgangsrassen mit – insbesondere bei den Gelenken, den Augen und der Medikamentenverträglichkeit.
Vom Australian Shepherd stammt das Risiko für den MDR1-Defekt, eine gefährliche Arzneimittelüberempfindlichkeit gegen bestimmte Wirkstoffe wie manche Entwurmungsmittel oder Narkosemedikamente. Hierfür gibt es einen etablierten DNA-Test, der zeigt, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist. Ein seriöser Züchter lässt diesen Status bestimmen und verpaart die Elterntiere gezielt so, dass das Risiko für die Welpen sinkt. Informiere deinen Tierarzt trotzdem frühzeitig über die Rasse deines Hundes, um Behandlungsrisiken zu vermeiden.
Zudem müssen Hüften und Augen der Elterntiere gründlich untersucht sein. Durch offizielles Röntgen der Hüften (und idealerweise auch der Ellenbogen) lässt sich das Risiko für Hüftgelenksdysplasie (HD) senken; du selbst trägst im ersten Lebensjahr durch eine gelenkschonende Aufzucht ohne frühes Treppensteigen und Überlastung dazu bei. Klinische Augenuntersuchungen durch Fachtierärzte decken Katarakt (Grauer Star) und die Progressive retinale Atrophie (PRA) bei den Eltern auf. Darüber hinaus prüfen sorgfältige Züchter die Blutgerinnung wegen der von-Willebrand-Krankheit und achten bei der Linienauswahl auf weitere rassetypische Themen wie Degenerative Myelopathie sowie Patellaluxation.
Ein rassespezifisches Warnsignal betrifft die Fellfarbe: Verpaart jemand zwei Hunde mit Merle-Gen (Double-Merle), drohen den Welpen schwere Augen- und Gehörschäden. Ein verantwortungsvoller Züchter achtet streng auf die Genetik, um solch gefährliche Gen-Kombinationen von vornherein zu vermeiden.