Im Tierheim zeigt sich der sensible Barsoi oft zurückhaltend. Gib ihm Zeit: Hat er Vertrauen gefasst, baut er eine tiefe Bindung auf und erweist sich in der Wohnung als ausgesprochen ruhiger, angenehmer Begleiter. Mit anderen Hunden zeigt er sich meist sehr verträglich (4/5).
Gesundheitlich gelten Barsois mit einer Lebenserwartung von 10 bis 14 Jahren als eher robust, bringen als große Windhunde aber spezifische Risiken mit. Dazu zählen die gefährliche Magendrehung, eine windhundtypische Narkoseempfindlichkeit sowie Themen rund um Herz (wie Trikuspidalklappendysplasie), Schilddrüse, Augen (Mikrophthalmie, generalisierte Progressive retinale Atrophie) und das Nervensystem, etwa die Degenerative Myelopathie oder das Wobbler-Syndrom (Zervikale Spondylomyelopathie).
Gesundheitsorientierte Züchter lassen Herz, Augen, Schilddrüse und Nerven der Elterntiere klinisch prüfen und nutzen die empfohlene Untersuchung auf Degenerative Myelopathie, um das Risiko für diese Erkrankungen in ihren Linien zu senken. Bei einem Hund im Tierheim ist die genaue Herkunft oft unbekannt. Meist sind Impfungen, Chip und eine tierärztliche Eingangsuntersuchung im Tierheim abgedeckt; lass dir die vorhandenen Unterlagen genau zeigen und sprich deinen Tierarzt frühzeitig auf die Narkoseempfindlichkeit an.