Bei einem Tierschutzhund übernimmst du ein Individuum mit Vorgeschichte. Gerade unterforderte Bordoodles entwickeln im vorherigen Zuhause manchmal Ersatzhandlungen wie das Hüten von Joggern, starkes Bellen oder eine hohe innere Unruhe. Die gute Nachricht: Durch ihre enorme Lernfreude orientieren sich diese Hunde bei klarer, liebevoller Führung schnell neu.
Gesundheitliche Besonderheiten beim Bordoodle beachten
Bordoodles gelten bei guter Zucht als fitte Begleiter mit einer Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren, bringen durch ihre Ausgangsrassen aber typische Risiken für Gelenke, Augen und eine mögliche Medikamentenempfindlichkeit mit. Ein gesundheitsorientierter Züchter lässt Hüften und Ellenbogen der Elterntiere per Röntgen auf Hüft- und Ellenbogendysplasie sowie die Knie klinisch auf Patellaluxation prüfen, um das Risiko für den Nachwuchs zu senken. Zudem werden die Augen fachärztlich unter anderem auf Katarakt untersucht. Für erbliche Risiken wie den MDR1-Defekt (Arzneimittelüberempfindlichkeit) oder die Von-Willebrand-Erkrankung Typ I (Blutgerinnungsstörung) nutzen seriöse Züchter etablierte Gentests, die zeigen, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist, um Verpaarungen gezielt und risikoarm zu planen. Auch weitere rassetypische Themen wie Linsenluxation oder bei Verdünnungsfarben wie Blau die Color Dilution Alopecia kommen in den Ausgangsrassen vor.
Stammt dein Schützling im Tierheim ursprünglich von unseriösen Vermehrern, fehlen diese Vorsorgeuntersuchungen der Eltern oft. Weise deinen Tierarzt vor Behandlungen oder Narkosen immer auf eine mögliche Medikamentenunverträglichkeit (MDR1) hin, lass den Status bei unbekannter Herkunft nachtesten und plane regelmäßige Augenkontrollen sowie eine gelenkschonende Haltung ein.