Wenn du einen Boston Terrier aus dem Tierheim bei dir aufnimmst, zieht ein freundlicher, oft kinder- und familienfreundlicher Gefährte ein, der sich meist gut mit anderen Hunden versteht. Dennoch bringt jeder Second-Hand-Hund seine eigene Vorgeschichte mit. Gib ihm Zeit, Vertrauen aufzubauen, falls er durch den Verlust seines bisherigen Umfelds anfangs verunsichert reagiert oder Verlustängste zeigt.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Gesundheit. Durch ihren kompakten Körperbau und den kurzen Fang bringen Boston Terrier rassetypische Themen bei Atmung, Wirbelsäule, Knien und Augen mit. Zu den bekannten Risiken zählen das Brachyzephale Syndrom, Patellaluxation, Wirbelsäulenthemen sowie Augenerkrankungen wie Katarakt, Linsenluxation, Retinadysplasie, Ektropium, Entropium, Hornhautdystrophie oder Keratokonjunktivitis sicca (KCS). Auch angeborene Taubheit, Atopische Dermatitis, Demodikose, Mitralklappenendokardiose oder Degenerative Myelopathie kommen in der Rasse vor. Während gesundheitsorientierte Züchter (etwa im 1. Club für Boston-Terrier in Deutschland e.V.) die Elterntiere vor dem Zuchteinsatz auf Augen-, Knie-, Wirbelsäulen- und Gehörprobleme untersuchen lassen und über einen Fitnesstest auf freie Atemwege achten, um das Risiko in der Linie zu senken, ist die Herkunft im Tierheim oft unbekannt. Meist sind im Tierheim Impfungen, Chip und eine Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die Unterlagen dazu genau zeigen.