Wenn du einen Braque francais, type Pyrenees im Tierheim kennenlernst, triffst du auf einen feinfühligen Hund, der eng mit seinen Menschen zusammenarbeiten möchte. Durch seine hohe Trainierbarkeit (4/5) und seine gute Verträglichkeit mit Kindern und Artgenossen (jeweils 4/5) bringt er beste Voraussetzungen für aktive Familien mit. Bedenke jedoch, dass Tierheimhunde eine Vorgeschichte haben: Manche kennen noch keine klaren Hausregeln, zeigen Trennungsstress oder wurden jagdlich falsch angeleitet.
Auch die Gesundheit spielt eine wichtige Rolle. Der Braque francais, type Pyrenees gilt als ursprünglicher und robuster Hund mit einer Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren und geringem Pflegeaufwand für das kurze, dichte Fell (2/5). Dennoch kommen vereinzelt rassetypische Themen bei Gelenken und Augen vor. Dazu zählen Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED) und Patellaluxation sowie Augenerkrankungen wie Ektropium, Entropium, Katarakt und die progressive retinale Atrophie (PRA).
Gesundheitsorientierte Züchter im Verein für französische Vorstehhunde (VBBFL e.V.) lassen ihre Elterntiere verpflichtend per Röntgen auf HD und ED untersuchen, prüfen zusätzlich Augen und Herzen klinisch und achten auf eine gesunde Blutgerinnung, um Risiken in der Linie gezielt zu senken. Bei einem Hund aus dem Tierschutz ist die Herkunft oft unbekannt. Plane daher nach der Übernahme eigene orthopädische Kontrollen und regelmäßige Augenuntersuchungen beim Tierarzt ein.