Als massiger Riesenhund bringt der Broholmer eine begrenzte Lebenserwartung von durchschnittlich 7 bis 9 Jahren sowie spezifische gesundheitliche Baustellen mit. Diese konzentrieren sich vor allem auf den Bewegungsapparat (Gelenke), das Herz und die Augen. Im Zuchtverein Broholmer Deutschland e.V. sind Röntgenuntersuchungen auf Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) vorgeschrieben. Darüber hinaus lassen umsichtige Züchter auch die Augen und das Herz der Elterntiere klinisch untersuchen. Solche Untersuchungen senken das Risiko für schwere Gelenk- oder Herzprobleme beim Nachwuchs deutlich, können eine spätere Erkrankung jedoch nicht ausschließen.
Ein ernstes rassetypisches Thema ist die Dilatative Kardiomyopathie (DCM), eine Erkrankung des Herzmuskels. Plane für deinen Broholmer im Erwachsenenalter regelmäßige kardiologische Kontrolluntersuchungen ein, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Weitere Themen, die in der Rasse vorkommen, sind Zahnfehlbildungen, Ohren- und Rutenanomalien sowie bei Rüden der Kryptorchismus (Hodenhochstand). Unseriöse Vermehrer erkennst du daran, dass sie Welpen ohne offizielle Röntgenauswertungen der Eltern und ohne Blick auf die genetische Vielfalt der Linien anbieten.
Aufzucht-Tipp: Gelenkschutz ab dem ersten Tag
Ein Broholmer wächst im ersten Lebensjahr rasant in die Höhe und Breite. Achte zwingend auf ein schlankes Gewicht und eine streng gelenkschonende Aufzucht, um das noch weiche Skelett nicht zu überlasten. Treppensteigen, Sprünge ins Auto oder stundenlange Gewaltmärsche sind im Welpen- und Junghundealter tabu, da du einen fast ausgewachsenen Junghund mit 40 oder 50 Kilogramm nicht mehr einfach die Treppe hinauftragen kannst.