Wenn du einen Canaan Dog aus dem Tierheim aufnimmst, triffst du auf einen selbstbewussten Charakter, der Fremden gegenüber anfangs oft reserviert auftritt. Gib ihm Zeit, Vertrauen zu fassen. Hat er dich erst einmal als seine Bezugsperson akzeptiert, zeigt er sich sehr familienfreundlich und anpassungsfähig.
Gesundheitlich gelten Canaan Dogs als sehr robuste Hunde, bringen aber vereinzelt rassetypische Themen bei Gelenken, Augen und der Schilddrüse mit. Im Deutschen Club für Nordische Hunde e.V. (DCNH) sind für die Zucht Untersuchungen auf Hüftgelenksdysplasie (HD) und ein Gentest auf Degenerative Myelopathie vorgeschrieben; eine Untersuchung auf Augenanomalien gehört zum empfohlenen Gesundheits-Standard. Ein solcher DNA-Test zeigt, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist; Röntgen- und Augenuntersuchungen senken das Risiko für Gelenk- und Augenprobleme bei den Nachkommen. Zudem prüfen gesundheitsorientierte Züchter freiwillig auf Ellenbogendysplasie (ED), Patellaluxation (PL) sowie Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) per klinischer Untersuchung, Röntgen oder Laborwert.
Bei einem Hund aus dem Tierschutz ist die genaue Herkunft – etwa ob er aus einer solchen kontrollierten Zucht oder von unseriösen Vermehrern stammt – oft unbekannt. Lass dir daher alle tierärztlichen Unterlagen im Tierheim zeigen und plane regelmäßige Checks von Augen, Gelenken und Schilddrüse bei deinem Tierarzt ein.