Die besondere Anatomie des Dackels bringt spezifische gesundheitliche Herausforderungen mit sich. Durch den langen Rücken im Verhältnis zu den kurzen Läufen (Chondrodystrophie) besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für Bandscheibenerkrankungen (Dackellähme) sowie für Rutenanomalien. Darüber hinaus sind die Augen, die Knie und die Knochenstruktur rassetypische Schwachstellen. Im Zuchtverein Deutscher Teckelklub 1888 e.V. (DTK) sind deshalb umfangreiche Untersuchungen vorgeschrieben, um Risiken in den Zuchtlinien zu erfassen.
Ein wichtiger Punkt bei der Knochenstruktur ist die Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta), die gerade beim Rauhhaardackel relevant ist. Hierfür sowie für die Augenkrankheit Zapfen-Stäbchen-Dystrophie (crd-PRA) existieren etablierte Gentests: Sie zeigen, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist. Ein seriöser Züchter verpaart Anlageträger ausschließlich mit nachweislich freien Partnern. Zusätzlich unterziehen verantwortungsvolle Züchter ihre Zuchttiere klinischen Augenuntersuchungen, um das Risiko für Katarakt, Linsenluxation, Distichiasis, Ektropium/Entropium, Hornhautdystrophie, Retinadysplasie, generalisierte PRA, CEA, PPM, PHTVL/PHPV sowie Optikusnervhypoplasie zu senken. Auch auf angeborene Blindheit, Taubheit, Zahnfehlbildungen und das Auftreten von Epilepsie in den Linien wird geachtet.
Wichtig zu wissen: Auch die sorgfältigste Prüfung von Wirbelsäule, Knien und Augen der Elterntiere kann die grundsätzlichen biomechanischen Risiken des langen Rückens nicht komplett ausschalten. Als Halter trägst du im Alltag eine große Verantwortung. Halte deinen Dackel konsequent schlank, begrenze das Springen aus dem Auto oder vom Sofa strikt und trage ihn konsequent Treppen hinauf und hinunter.