Verantwortungsvolle Züchter lassen Rücken, Augen und Herz der Elterntiere vor dem Zuchteinsatz tierärztlich untersuchen und nutzen etablierte DNA-Tests. Diese Maßnahmen senken die Wahrscheinlichkeit schwerer Erkrankungen beim Nachwuchs deutlich, auch wenn sich die grundsätzlichen anatomischen Risiken der Rasse dadurch nicht komplett ausschalten lassen. Im Deutschen Teckelklub 1888 e.V. (DTK) stehen unter anderem diese spezifischen Themen im Fokus:
- Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit): Hierfür existiert ein etablierter DNA-Test. Dieser Gentest zeigt zuverlässig, ob ein Elterntier genetisch frei oder ein Anlageträger ist. Ein seriöser Züchter verpaart Anlageträger ausschließlich mit nachweislich freien Partnern. Kein Welpe kann die Mutation dann von beiden Elternteilen erben.
- Bandscheibenerkrankungen: Um das Risiko für spätere Bandscheibenvorfälle (Dackellähme) zu senken, nutzen engagierte Züchter Röntgenuntersuchungen der Wirbelsäule zur Beurteilung von Verkalkungen und selektieren konsequent auf eine belastbare Rückenlinie.
- Acanthosis Nigricans (Schwarzwucherhaut): Diese chronische Hauterkrankung gehört zu den im Zuchtverein erfassten Untersuchungsthemen, auf die Zuchttiere klinisch kontrolliert werden.
- Klinische Augen- und Herzuntersuchungen: Durch regelmäßige Fachtierarzt-Checks der Elterntiere lässt sich das Risiko für erbliche Augenerkrankungen wie Katarakt (Grauer Star), Hornhautdystrophie, Mikrophthalmie, Dermoide oder Optikusnervhypoplasie und Mikropapille sowie für Herzerkrankungen wie die Mitralklappenendokardiose senken.
Darüber hinaus gibt es beim Dackel weitere rassetypische Gesundheitsthemen, für die keine routinemäßigen Vorab-Gentests existieren. Dazu zählen Kutane Asthenie (Ehlers-Danlos-Syndrom), Gaumenspalte, Kryptorchismus (Hodenhochstand), angeborene Taubheit, Demodikose (Haarbalgmilbenräude) und das Histiozytom. Hier ist deine Eigeninitiative gefragt: Lass dir alle Untersuchungsbefunde der Elterntiere im Original zeigen und sprich den Züchter gezielt auf das Vorkommen dieser Erkrankungen in seinen Zuchtlinien an.