Im Tierheim leiden diese feinfühligen Hunde oft still unter dem Verlust ihrer Bezugspersonen und ziehen sich zurück. Gib deinem neuen Gefährten Zeit, sein würdiges und liebenswertes Wesen wieder zu entfalten. Mit anderen Hunden zeigt sich der Deerhound in der Regel sehr verträglich, was Spaziergänge entspannt macht, solange kein Wild kreuzt. Der Pflegeaufwand für das leicht gewellte Fell mit Unterwolle ist trotz moderatem Haarausfall angenehm gering.
Gesundheit im Blick behalten
Deerhounds haben eine Lebenserwartung von 8 bis 11 Jahren und gelten als robuste Begleiter, bringen durch ihre enorme Größe aber rassetypische Themen bei Herz, Blutgerinnung und einer gewissen Tumorneigung mit. Zu den bekannten Risiken zählen die Dilatative Kardiomyopathie (DCM), Magendrehung, Faktor-VII-Defizienz, der Portosystemische Shunt sowie Cystinurie. Während ein gesundheitsorientierter Züchter vor einer Verpaarung das Herz der Elterntiere klinisch untersuchen lässt, per Gentest prüft, ob die Tiere frei von Faktor-VII-Defizienz oder Anlageträger sind, und auf langlebige Linien achtet, um das Risiko für diese Erkrankungen zu senken, ist die genetische Vorgeschichte im Tierschutz oft unbekannt. Plane deshalb bei einem adoptierten Deerhound von Anfang an regelmäßige tierärztliche Herz-Checks ein, informiere dich über die Vorbeugung einer Magendrehung und achte bei einem jüngeren Hund im rasanten Wachstum auf eine gelenkschonende Haltung und angepasstes Futter.