Im Tierheim leiden diese sensiblen, familienbezogenen Hunde oft besonders stark unter der Trennung von ihren Bezugspersonen. Erwarte einen Hund, der anfangs verunsichert ist, aber bei geduldiger Zuwendung schnell sein freundliches und zuverlässiges Temperament zeigt. Viele erwachsene Doggen bringen bereits eine gewisse Grunderziehung mit und sind oft gut verträglich mit anderen Hunden.
Ein besonders wichtiger Punkt bei der Adoption ist die Gesundheit. Die Lebenserwartung der Rasse liegt bei 8 bis 10 Jahren, und Deutsche Doggen haben deutlich erhöhte Gesundheitsrisiken – vor allem beim Herzen, den Gelenken und dem Risiko einer lebensbedrohlichen Magendrehung. Zu den weiteren rassetypischen Themen gehören Herzerkrankungen wie die Dilatative Kardiomyopathie, Aortenstenose oder Mitralklappenendokardiose sowie Probleme des Bewegungsapparates wie Hüftgelenksdysplasie und das Wobbler-Syndrom (Zervikale Spondylomyelopathie). Auch Augenkrankheiten (Katarakt, Primäres Offenwinkelglaukom), eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oder Speiseröhrenerkrankungen (Megaösophagus) kommen in der Rasse vor.
Gesundheitsorientierte Züchter lassen das Herz und die Gelenke der Elterntiere vor dem Zuchteinsatz gründlich per Ultraschall und Röntgen untersuchen, um das Risiko für den Nachwuchs zu senken – komplett ausschalten lassen sich diese rassetypischen Risiken jedoch nie. Bei einem Hund aus dem Tierschutz, der vielleicht sogar von unseriösen Vermehrern ohne jede Gesundheitsvorsorge stammt, ist die genetische Vorgeschichte meist unbekannt. Plane daher von Anfang an häufigere Tierarztbesuche und ein höheres Budget für die Herz- und Gelenkvorsorge ein.