Doxiepoos haben durch den anatomisch gegensätzlichen Körperbau der Ausgangsrassen deutlich erhöhte Gesundheitsrisiken – vor allem bei Wirbelsäule, Knien und Augen. Wenn der lange Rücken und die kurzen Beine des Dackels auf die Statik des Pudels treffen, entsteht eine empfindliche Biomechanik. Die grundsätzlichen Risiken dieser Kreuzung lassen sich auch bei bester Planung nicht komplett ausschalten.
Verantwortungsvolle Züchter achten deshalb gezielt auf eine ausbalancierte Körperstatik und lassen Wirbelsäule, Knie, Augen und Blutgerinnung der Elterntiere vor dem Zuchteinsatz prüfen. Zum empfohlenen Gesundheits-Standard zählen die Prüfung auf Bandscheibenerkrankung, Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung) sowie Röntgenuntersuchungen auf Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED). Klinische und bildgebende Untersuchungen senken das Risiko für den Nachwuchs deutlich.
Ergänzend steht für die Elterntiere ein Gentest auf die Blutgerinnungsstörung Von-Willebrand-Erkrankung Typ I zur Verfügung. Ein solcher DNA-Test zeigt, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist, sodass Züchter gezielt verpaaren können, um das Erkrankungsrisiko der Welpen zu senken. Weitere empfohlene Untersuchungen betreffen Katarakt (Grauer Star) und die Hauterkrankung Acanthosis Nigricans (Schwarzwucherhaut).
Darüber hinaus gibt es beim Doxiepoo weitere rassetypische Gesundheitsthemen, für die du beim Züchter gezielt nach bekannten Fällen in den Zuchtlinien fragen solltest: Herzerkrankungen wie die Mitralklappendysplasie, Augenthemen wie Hornhautdystrophie, Pannus, Dermoide, Mikrophthalmie sowie Optikusnervhypoplasie und Mikropapille. Auch Haut- und Bindegewebsthemen wie Kutane Asthenie (Ehlers-Danlos-Syndrom), Demodikose, Musterhaarausfall (Pattern Baldness), Histiozytome sowie angeborene Taubheit und Kryptorchismus (Hodenhochstand) kommen in den Ausgangsrassen vor. Im Alltag gilt für dich: Begrenze Treppensteigen und das Springen vom Sofa strikt und achte lebenslang auf ein schlankes Gewicht deines Hundes, um Gelenke und Bandscheiben zu entlasten.
Deine Checkliste für das erste Züchtergespräch
Lass dir vor dem Kauf alle Befunde der Elterntiere im Original zeigen und prüfe die Bedingungen vor Ort anhand dieser Punkte:
- Orthopädische Befunde: Liegen tierärztliche Untersuchungsergebnisse zu Wirbelsäule (Bandscheibenerkrankung), Kniescheiben (Patellaluxation) sowie Röntgenauswertungen zu Hüft- und Ellenbogendysplasie beider Elterntiere vor?
- Augen- und Hautbefunde: Lass dir aktuelle klinische Augenuntersuchungsbögen (unter anderem auf Katarakt) sowie Nachweise zur Freiheit von Acanthosis Nigricans vorlegen.
- Genetische Profile: Prüfe das Laborzertifikat für Von-Willebrand-Erkrankung Typ I.
- Körperbau der Eltern: Schau dir Mutterhündin (und nach Möglichkeit den Rüden) genau an – wirkt die Rückenlinie stabil und sind die Proportionen von Rumpflänge zu Beinhöhe harmonisch ausbalanciert?
- Linien-Anamnese: Frage offen nach, ob in den Linien Herzprobleme (Mitralklappendysplasie), Taubheit, Hautprobleme oder weitere Augenbefunde aufgetreten sind.
Auf HonestDog geht ein Züchterprofil erst online, wenn der Züchter die Anmeldung durchlaufen hat: Identitätsprüfung per Ausweis und Selfie, gegebenenfalls Nachweis von Vereinsmitgliedschaft oder §11-Erlaubnis, ein Wissenstest zu Zucht und Tierschutz und die Zustimmung zu den HonestDog-Zuchtstandards, die unter anderem die Zucht mit Qualzuchtmerkmalen ausschließen. Gesundheitstests der Elterntiere, die Züchter hochladen, siehst du direkt im Profil; die Originalbefunde lässt du dir beim Besuch zeigen. Dein nächster Schritt: Vergleiche die Profile der Doxiepoo Züchter auf HonestDog, schau dir die hochgeladenen Gesundheitsnachweise an und frag direkt nach dem nächsten Wurf.