Wenn du einen Drentsche Patrijshond im Tierheim kennenlernst, triffst du auf eine sensible Seele, die durch den Verlust ihrer Bezugspersonen oft verunsichert ist. Manche Hunde zeigen sich anfangs zurückhaltend, andere reagieren auf den Tierheimstress mit Unruhe. Da der Pflegeaufwand für das dichte, mittellange Fell mit Unterwolle überschaubar ist, kannst du dich voll und ganz auf den Vertrauensaufbau und das Training konzentrieren.
Ein wichtiger Aspekt bei der Adoption ist die Gesundheit. Der Drentsche Patrijshond gilt als insgesamt robuster Hund, bringt aber als große, aktive Rasse – Rüden erreichen 58 bis 63 cm Schulterhöhe und 30 bis 35 kg Gewicht – einzelne Themen bei Gelenken und Augen mit. Nach den Vorgaben der niederländischen Vereniging „De Drentsche Patrijshond“ ist das Röntgen auf Ellenbogendysplasie (ED) Pflicht; das Röntgen auf Hüftgelenksdysplasie (HD) gehört zum empfohlenen Gesundheits-Standard der Rasse – beides senkt das Risiko für Gelenkprobleme bei den Nachkommen. Zudem lassen gesundheitsorientierte Züchter die Augen der Elterntiere klinisch auf Katarakt und generalisierte Progressive retinale Atrophie (PRA) untersuchen und achten bei der Linienwahl gezielt auf Risiken für Epilepsie, Cerebelläre Ataxie, Hyperuricosurie sowie Blutgerinnungsstörungen.
Bei einem Tierheimhund aus unbekannter Herkunft oder von unseriösen Vermehrern weißt du meist nicht, ob die Elterntiere diese Untersuchungen durchlaufen haben. Meist sind im Tierheim Impfungen, Chip und eine klinische Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die vorhandenen tierärztlichen Unterlagen genau zeigen. Plane für deinen adoptierten Hund regelmäßige Augenkontrollen und bei Bedarf einen orthopädischen Check bei deinem Tierarzt ein.