Im Tierheim triffst du auf Hunde mit ganz unterschiedlicher Vorgeschichte. Manche beherrschen bereits den Grundgehorsam, andere müssen erst lernen, zur Ruhe zu kommen oder an der Leine nicht jedem Wildgeruch zu folgen. Dank ihrer hohen Trainierbarkeit (4/5) und der guten Verträglichkeit mit Artgenossen (4/5) holen sie Versäumtes mit liebevoller Konsequenz schnell auf.
Auch der Blick auf die Gesundheit gehört zu einer guten Vorbereitung. English Springer Spaniel haben rassetypische Baustellen bei Gelenken, Augen sowie speziellen Stoffwechsel- und Nervenerkrankungen. Im Jagdspaniel-Klub e.V. (JSpK) sind für Elterntiere vor der Zuchtzulassung Röntgenuntersuchungen auf Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie klinische Augenuntersuchungen auf Augenanomalien, Glaukom und Pektinatbanddysplasie (PLD) vorgeschrieben; das senkt das Risiko für den Nachwuchs deutlich. Zusätzlich setzen gesundheitsorientierte Züchter Gentests für einfach rezessive Erbkrankheiten wie Fucosidose und Phosphofruktokinase (PFK)-Defizienz ein: Ein solcher DNA-Test zeigt, ob ein Zuchthund frei, Anlageträger oder betroffen ist. Verpaart ein seriöser Züchter Anlageträger nur mit freien Partnern, erbt kein Welpe die getestete Mutation von beiden Eltern, und das Risiko für diese Erkrankung sinkt deutlich. Weitere rassetypische Gesundheitsthemen sind Ektropium und Entropium an den Augen, Hautfaltendermatitis, Blutgerinnungsstörungen, Immunvermittelte hämolytische Anämie (IMHA), Diabetes mellitus sowie Hypomyelinisierung.
Bei einem Tierheimhund (oder einem Tier aus ungeklärter Herkunft von unseriösen Vermehrern) sind die Befunde der Elterntiere oft unbekannt. Meist sind im Tierheim Impfungen, Chip und eine tierärztliche Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die Unterlagen zeigen und plane regelmäßige Augenkontrollen sowie eine gelenkschonende Haltung fest ein.