Wenn du einen Field Spaniel adoptieren möchtest, bekommst du einen Hund mit einem süßen, lebenslustigen und sehr feinfühligen Charakter, der über eine herausragende Trainierbarkeit (5 von 5) verfügt. Gerade in den ersten Tagen im neuen Umfeld zeigt sich seine sensible Seite: Viele Spaniels aus dem Tierheim sind anfangs verunsichert und müssen erst lernen, dass ihre neuen Menschen verlässlich bleiben. Draußen kann sich bei entspannteren Hunden schnell die Jagdpassion zeigen – Nasenarbeit und ein kleinschrittiges Rückruftraining sind hier der Schlüssel.
Auch gesundheitlich lohnt sich ein genauer Blick. Mit einer Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren bringt die Rasse rassetypische Baustellen bei Ohren, Rücken, Hüften und der Schilddrüse mit. Weitere bekannte Themen sind Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie Augenerkrankungen wie Retinadysplasie und generalisierte Progressive retinale Atrophie (PRA). Während gesundheitsorientierte Züchter vor einem Wurf die Hüften per Röntgen, Augen (Basis-Untersuchung auf Augenanomalien) und Schilddrüse der Elterntiere klinisch bzw. per Labor prüfen lassen und auf eine gesunde anatomische Balance achten, um das Risiko für Rücken- und Gelenkleiden in der Linie zu senken, ist die Herkunft im Tierschutz oft unbekannt. Stammt der Hund ursprünglich von unseriösen Vermehrern, fehlen diese Vorsorgeuntersuchungen der Elterntiere meist komplett. Lass dir vom Tierheim daher alle vorliegenden Befunde zeigen und achte im Alltag konsequent auf ein gesundes Idealgewicht (bei 43–47 cm Schulterhöhe wiegen Rüden meist 20 bis 25 kg, Hündinnen 18 bis 23 kg), gelenkschonende Bewegung und regelmäßige Ohrenpflege.