Zieht ein Grand anglo-français blanc et noir aus dem Tierschutz bei dir ein, darfst du dich auf einen Hund freuen, der Artgenossen gegenüber meist extrem sozial ist (Verträglichkeit mit anderen Hunden 5/5). Da viele dieser Hunde das Leben im Zwinger oder in der Meute kennen, sind Alltagsgeräusche im Haus, Stubenreinheit oder das Alleinebleiben ohne andere Hunde oft noch Neuland für sie. Draußen wird seine Nase sofort am Boden kleben – sein Jagdtrieb ist stark ausgeprägt.
Gesundheitlich gelten die großen Laufhunde als athletisch und haben eine Lebenserwartung von 10–12 Jahren, bringen aber rassetypische Risiken für Gelenke, Augen, Herz und Ohren mit. Während gesundheitsorientierte Züchter die Elterntiere vorab per Röntgen auf Hüftgelenksdysplasie (als Basis-Untersuchung) sowie Ellenbogendysplasie untersuchen lassen, Augen und Herzen klinisch prüfen und auf unempfindliche Ohren und Haut achten, um das Risiko in der Linie zu senken, ist die genetische Vorgeschichte im Tierheim oft unbekannt. Achte deshalb besonders auf folgende rassetypische Themen:
- Gelenke: Hüft- und Ellenbogendysplasie können bei großen, aktiven Hunden auftreten. Setze von Anfang an auf gelenkschonende Bewegung.
- Augen und Ohren: Es besteht eine Veranlagung zu Augenlid-Fehlstellungen (Ektropium / Entropium) sowie zu Ohrenentzündungen (Otitis externa). Kontrolliere die langen Schlappohren regelmäßig und halte sie sauber.
- Magendrehung: Wie bei vielen großen Hunden mit tiefem Brustkorb besteht ein erhöhtes Risiko für eine lebensbedrohliche Magendrehung.
- Vorsorge: Plane neben der täglichen Pflege (Pflegeaufwand und Haarausfall sind mit 2/5 angenehm niedrig) regelmäßige tierärztliche Routinekontrollen für Herz und Augen ein.