Im Tierheim zeigt sich ein Hannoverscher Schweisshund oft zunächst zurückhaltend und ernsthaft. Da er eine extrem starke Bindung zu seiner Bezugsperson aufbaut, leidet er unter dem Verlust seines bisherigen Umfelds besonders stark. Hast du sein Vertrauen jedoch gewonnen, erlebst du im Haus einen überraschend ruhigen, kinder- und familienfreundlichen Hund (4 von 5), der engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Mit einem Gewicht von 30 bis 40 kg bei Rüden bei einer Schulterhöhe von 50 bis 55 cm bringst du einen kräftigen Hund nach Hause, der draußen bei der Fährtenarbeit unglaubliche Ausdauer beweist.
Gesundheitliche Aspekte und Vorsorge
Hannoversche Schweisshunde gelten als robuste Arbeitshunde, bringen durch ihren massiven Körperbau aber rassetypisch Themen bei Gelenken und Rücken sowie Risiken für Augen und Herz mit. Dazu zählen Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED), Übergangswirbel an der Wirbelsäule sowie Lidstellungen wie Ektropium oder Entropium. Ein gesundheitsorientierter Züchter – etwa im Verein Hirschmann e.V., der Röntgenuntersuchungen auf HD, ED und Übergangswirbel vorschreibt – lässt Hüften, Ellenbogen, Rücken, Augen und Herzen der Elterntiere klinisch und bildgebend prüfen. Solche Untersuchungen senken das Risiko für erbliche Belastungen deutlich und helfen, die körperliche Belastbarkeit dieser schweren Hunde in der Linie zu erhalten.
Stammt dein Schützling im Tierheim jedoch aus unbekannter Herkunft oder von unseriösen Vermehrern, fehlen diese wichtigen Voruntersuchungen der Elterntiere oft. Achte im Alltag konsequent auf ein gesundes Gewicht und eine gelenkschonende Bewegung, um den stark beanspruchten Rücken und die Gelenke deines Hundes zu entlasten.