Röntgen- und klinische Untersuchungen senken das Risiko für erbliche Erkrankungen deutlich, indem sie betroffene Tiere frühzeitig erkennen. Im zuständigen Zuchtverein, dem Deutschen Club für Nordische Hunde e.V. (DCNH), sind für den Hokkaido spezifische Untersuchungen vorgeschrieben. Lass dir vor dem Kauf immer die schriftlichen Originalbefunde beider Elterntiere zeigen.
Ophthalmologischer Augentest
Augenprobleme stellen beim Hokkaido einen wichtigen Schwerpunkt in der Gesundheitsvorsorge dar. Ein spezialisierter Fachtierarzt für Augenheilkunde untersucht die Zuchthunde klinisch auf ein breites Spektrum erblicher Befunde. Dazu gehören:
- Lider und Wimpern: Distichiasis (zusätzliche Wimpern, die auf der Hornhaut reiben) sowie Ektropium und Entropium (Fehlstellungen der Augenlider).
- Linse und Hornhaut: Katarakt (Grauer Star), Linsenluxation und Hornhautdystrophie.
- Netzhaut und Sehnerv: Progressive retinale Atrophie (generalisierte Form), Retinadysplasie sowie Optikusnervhypoplasie und Mikropapille.
- Kammerwinkel und embryonale Strukturen: Pektinatbanddysplasie, Persistierende Pupillarmembranen (PPM) sowie Persistierende hyperplastische Tunica vasculosa lentis (PHTVL) und persistierender hyperplastischer primärer Vitreus (PHPV).
Darüber hinaus zählen allgemeine Augenanomalien und die Collie-Augenanomalie (CEA) zu den weiteren rassetypischen Gesundheitsthemen dieser Rasse. Ein aktueller ophthalmologischer Untersuchungsbogen gibt dir Aufschluss über den klinischen Zustand der Elternaugen.
Gelenkuntersuchungen: HD und Patellaluxation
Damit der aktive Hokkaido seinen Bewegungsdrang schmerzfrei ausleben kann, ist ein gesunder Bewegungsapparat unerlässlich. Zum empfohlenen Gesundheits-Standard der Rasse gehört das offizielle Röntgen auf Hüftgelenksdysplasie (HD). Ergänzend lassen verantwortungsvolle Züchter ihre Tiere klinisch auf Patellaluxation (PL) – eine Verlagerung der Kniescheibe – untersuchen, um das Risiko für Gelenkleiden in der Nachzucht gezielt zu senken.