Ein Irischer Wasserspaniel aus zweiter Hand hat bereits eine eigene Geschichte im Gepäck. Viele dieser Hunde zeigen sich zu Hause ausgesprochen familien- und kinderfreundlich, reagieren fremden Menschen oder anderen Hunden gegenüber anfangs aber manchmal zurückhaltend. Da er sehr gelehrig ist, lassen sich fehlende Grundsignale mit Geduld und positivem Training gut nachholen.
Gesundheitliche Aspekte und Vorsorge
Der Irische Wasserspaniel gilt bei guter Zucht als recht robuster Hund mit einer Lebenserwartung von 10–12 Jahren, bringt aber rassetypische Baustellen bei Gelenken, Augen, Schilddrüse sowie Haut und Fell mit. Zu den bekannten Risiken zählen Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED), Augenanomalien wie Katarakt (Grauer Star), die primäre Schilddrüsenunterfunktion, Herzerkrankungen sowie die nicht farbgebundene follikuläre Dysplasie (eine genetisch bedingte Haarwachstumsstörung). Gesundheitsorientierte Züchter lassen ihre Elterntiere vor dem Zuchteinsatz per Röntgen auf HD und ED sowie klinisch auf Augenanomalien wie Katarakt untersuchen, um das Risiko für schwere Gelenk- und Augenerkrankungen bei den Nachkommen zu senken.
Bei einem Tierheimhund kennst du die Befunde der Elterntiere meist nicht, besonders wenn das Tier ursprünglich von unseriösen Vermehrern ohne Gesundheitsvorsorge stammt. Plane deshalb nach der Adoption regelmäßige Augen- und Schilddrüsenkontrollen bei deinem Tierarzt sowie eine sehr konsequente Fellpflege fest ein.