Ein erwachsener Irish Terrier im Tierheim hat bereits eine eigene Geschichte im Gepäck. Viele dieser Hunde zeigen sich trotz des Verlusts ihrer Familie schnell wieder fröhlich und menschenbezogen. Dennoch musst du anfangs mit Unsicherheiten rechnen: Seine natürliche Wachsamkeit kann in einer neuen Umgebung zunächst zu vermehrtem Melden führen, und auch die Verträglichkeit mit anderen Hunden – die bei der Rasse ohnehin im mittleren Bereich liegt – braucht klare Führung.
Gesundheitlich gelten Irish Terrier als überaus robuste Hunde mit einer hohen Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren, bringen aber vereinzelt Themen bei Pfoten, Knien und Augen mit. Ein zentrales Thema ist die Hereditäre Fußballenhyperkeratose (HFH), eine rissige Verhornung der Pfotenballen, für die es einen DNA-Test gibt. Ein gesundheitsorientierter Züchter nutzt diesen Gentest, der zeigt, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist, und verpaart Anlageträger nur mit freien Partnern. Zudem lassen seriöse Züchter Knie und Augen der Elterntiere klinisch prüfen, um das Risiko für Probleme wie Katarakt, Ektropium, Entropium, Primäres Offenwinkelglaukom, Retinadysplasie oder Progressive retinale Atrophie zu senken, und achten auf Linien ohne Urolithiasis (Harnsteine) oder Muskeldystrophie Duchenne.
Stammt dein Schützling aus unbekannter Herkunft oder von unseriösen Vermehrern, fehlen diese wichtigen Voruntersuchungen der Eltern. Wir empfehlen dir daher: Wirf regelmäßig einen Blick auf die Pfotenballen deines Hundes, plane beim Tierarzt Augen- und Kniekontrollen ein und achte besonders bei jungen Hunden im ersten Jahr auf gelenkschonende Bewegung.