Im Tierheim zeigt sich das Italienische Windspiel anfangs oft schüchtern und zurückhaltend, da ihm der Trubel im Zwinger zusetzt. Gib ihm Zeit: Sobald das Vertrauen wächst, blüht sein verspielter und verschmuster Charakter auf. Mit anderen Hunden zeigt sich die Rasse meist sehr verträglich.
Gesundheitlich gelten Italienische Windspiele als recht robuste Hunde, bringen durch ihren zarten Körperbau und das kurze, glatte Fell ohne Unterwolle aber rassetypische Themen bei Knochen, Zähnen und Kälteempfindlichkeit mit. Zu den bekannten Risiken der Rasse zählen Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung), Hüftgelenksdysplasie, Zahnschmelzhypoplasie (Amelogenesis Imperfecta) sowie Augenerkrankungen wie die generalisierte Progressive retinale Atrophie (PRA) und das ADAMTS17-assoziierte Primäre Offenwinkelglaukom. Auch primäre Schilddrüsenunterfunktion und bei Hunden mit verdünnter, blaugrauer Fellfarbe die Color Dilution Alopecia (Haarausfall und Hautprobleme) kommen vor.
Während ein gesundheitsorientierter Züchter im Verein Knie und Augen der Elterntiere klinisch untersuchen lässt, verfügbare DNA-Tests – etwa für Amelogenesis Imperfecta und das ADAMTS17-assoziierte Glaukom – nutzt, um Anlageträger nur mit freien Partnern zu verpaaren, sowie auf eine kräftige Knochensubstanz und gesunde Fellfarben achtet, um das Risiko in seiner Linie zu senken, ist die genetische Vorgeschichte im Tierschutz oft unbekannt. Stammt der Hund von unseriösen Vermehrern, fehlte diese Vorsorge. Lass dir im Tierheim alle tierärztlichen Unterlagen zeigen und achte im Alltag auf regelmäßige Zahnpflege sowie das Vermeiden unkontrollierter Sprünge von Möbeln, um den feinen Knochenbau zu schützen.