Ein erwachsener Jack Russell Terrier aus dem Tierheim bringt bereits einen gefestigten Charakter und eine eigene Geschichte mit. Dank ihrer extrem hohen Trainierbarkeit lernen auch ältere Terrier schnell neue Regeln, sofern du ihnen mit klarer, fairer Führung begegnest. Manche Hunde aus zweiter Hand haben Lücken in der Erziehung oder reagieren an der Leine frustriert auf andere Hunde. Plane hier Zeit und Geduld für das gemeinsame Training ein.
Gesundheitlich gelten Jack Russell Terrier mit einer Lebenserwartung von 13 bis 16 Jahren als sehr robuste Hunde, bringen aber rassetypisch einzelne Themen bei Knien, Augen und Nervensystem mit. Zu den bekannten Risiken zählen die Patellaluxation (eine Verlagerung der Kniescheibe), Augenerkrankungen wie die Linsenluxation, der erbliche Katarakt, das primäre Offenwinkelglaukom, die generalisierte progressive retinale Atrophie (PRA), Retinadysplasie sowie Fehlstellungen der Augenlider (Ektropium / Entropium). Auch neurologische Themen wie die cerebelläre und spinozerebelläre Ataxie oder anatomische Besonderheiten wie Apfelkopf und Lückenschädel kommen in der Rasse vor.
Während gesundheitsorientierte Züchter (etwa im Klub für Terrier e.V., der Untersuchungen auf Katarakt und Augenanomalien vorschreibt) die Knie, die Augen und das Gehör der Elterntiere klinisch prüfen lassen und auf genetisch freie Linien bei Nervenerkrankungen achten, um diese Risiken zu senken, ist die genetische Herkunft im Tierheim oft unbekannt. Viele Abgabehunde stammen ursprünglich von unseriösen Vermehrern, die ohne solche Voruntersuchungen verpaaren. Meist sind im Tierheim Impfungen, Chip und eine tierärztliche Eingangsuntersuchung bereits abgedeckt; lass dir die Unterlagen dazu genau zeigen. Plane für deinen adoptierten Hund regelmäßige Augenkontrollen und eine gelenkschonende Haltung ein, damit die Knie stabil bleiben.