Ein erwachsener Komondor aus dem Tierschutz bringt eine eigene Geschichte mit. Seiner neuen Familie und Kindern gegenüber zeigt er sich meist sehr zugewandt (Familien- und Kinderfreundlichkeit jeweils 4/5), begegnet Fremden jedoch rassetypisch reserviert. Sein Energielevel ist moderat (3/5) – er sucht keine hektischen Hundewiesen, sondern ein überschaubares Revier, das er ruhig überblicken kann. Bei Artgenossen entscheidet oft die Sympathie (Verträglichkeit 3/5).
Gesundheitlich gelten Komondore als widerstandsfähige Arbeitshunde, bringen aber als große und schwere Rasse spezifische Risiken bei Hüften, Ellenbogen und Augen sowie eine Anfälligkeit für lebensgefährliche Magendrehungen mit. Seriöse Züchter lassen vor einem Zuchteinsatz die Hüften auf Hüftgelenksdysplasie röntgen und die Augen klinisch auf Erkrankungen wie Katarakt, Entropium, Ektropium, Distichiasis, Linsenluxation, Glaukom oder generalisierte Progressive Retinale Atrophie (PRA) untersuchen. Auch das Prüfen der Ellenbogen (Ellenbogendysplasie) sowie die Auseinandersetzung mit Themen wie Patellaluxation, Degenerativer Myelopathie, Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) und einem stabilen Magen-Darm-Trakt in den Zuchtlinien senken vermeidbare Risiken deutlich.
Bei einem Hund aus dem Tierheim ist die genetische Herkunft oft unbekannt, vor allem wenn er von unseriösen Vermehrern stammt, die auf solche Untersuchungen verzichten. Meist sind im Tierheim Impfungen, Chip und eine klinische Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die Unterlagen genau zeigen und sprich den Tierarzt vor Ort gezielt auf den Zustand von Gelenken und Augen an.