Wenn du einen Kromfohrländer adoptieren möchtest, begegnet dir anfangs oft ein zurückhaltender Hund. Während er seiner eigenen Familie gegenüber absolut anhänglich ist, zeigt er sich Fremden gegenüber rassetypisch erst einmal reserviert. Gib ihm Zeit, Vertrauen zu fassen – hast du sein Herz erobert, gewinnst du einen extrem treuen, leicht trainierbaren Partner mit sehr geringem Pflegeaufwand beim glatten oder rauen Fell.
Ein wichtiger Punkt ist die Gesundheit, denn Kromfohrländer bringen durch ihren kleinen Genpool einige typische Baustellen mit. Dazu gehören vor allem Autoimmunerkrankungen, Nervenerkrankungen wie Epilepsie sowie Themen rund um die Knie und die Haut an den Pfoten. Ein gesundheitsorientierter Züchter im Rassezuchtverein der Kromfohrländer e.V. (RZV) lässt seine Zuchttiere verpflichtend per Gentest auf die FAM83G-assoziierte Ballenhyperkeratose (auch bekannt als Digital Hyperkeratosis oder Corny Feet) untersuchen, als Teil des empfohlenen Gesundheits-Standards zudem auf Hyperuricosurie (HUU). Zusätzlich screenen verantwortungsvolle Züchter freiwillig auf Patellaluxation (PL), Cystinurie und Katarakt. Solche Tests und klinischen Untersuchungen zeigen, ob ein Tier betroffen oder Anlageträger ist, und senken durch gezielte Verpaarung das Risiko für den Nachwuchs deutlich.
Stammt dein Schützling aus dem Tierheim oder von unseriösen Vermehrern ohne Gesundheitsvorsorge, ist seine genetische Ausstattung oft unbekannt. Nimm deshalb Veränderungen wie rissige, stark verhornte Pfotenballen früh ernst, achte auf gelenkschonende Bewegung für die Kniescheiben und lass gesundheitliche Auffälligkeiten engmaschig tierärztlich abklären.