Im Tierheim triffst du auf Hunde mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Da der Lagotto eine enge Bindung zu seinen Bezugspersonen aufbaut, reagieren viele im Tierheimalltag zunächst sensibel oder verunsichert. Einmal angekommen, zeigt er sich jedoch meist als familienfreundlicher, kinderlieber und mit anderen Hunden gut verträglicher Gefährte, der sehr schnell lernt.
Gesundheitliche Besonderheiten kennen und beachten
Der Lagotto Romagnolo erreicht oft ein hohes Alter von 15 bis 17 Jahren, bringt aber rassetypische Risiken bei Nervenerkrankungen, Gelenken und Augen mit. Ein gesundheitsorientierter Züchter (etwa im Lagotto Romagnolo Wasserhunde Deutschland e.V.) nutzt Gentests für rassespezifische Nervenerkrankungen wie die Benigne Familiäre Juvenile Epilepsie und Lysosomale Speicherkrankheiten: Diese DNA-Tests zeigen, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist, sodass Züchter das Risiko in der Linie gezielt senken. Zudem lassen seriöse Züchter Hüften (Hüftgelenksdysplasie), Knie (Patellaluxation), die Wirbelsäule (Übergangswirbel) sowie Augenanomalien per Röntgen und klinischer Untersuchung prüfen und achten auf Fälle von Epilepsie. Weitere rassetypische Themen der Rasse sind Ellenbogendysplasie, Neuroaxonale Dystrophie und diverse Augenerkrankungen wie Katarakt, generalisierte PRA, Glaukom oder Lidfehlstellungen.
Stammt ein Tierheimhund ursprünglich von unseriösen Vermehrern, fehlen diese wichtigen Voruntersuchungen der Elterntiere oft. Bei einem Hund aus dem Tierschutz sind meist Impfungen, Chip und eine Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die Unterlagen dazu genau zeigen. Beobachte deinen Hund im Alltag gut, um Veränderungen an den Augen, im Gangbild oder im Verhalten frühzeitig tierärztlich abklären zu lassen.