Der Lancashire Heeler gilt als grundsätzlich robuster und langlebiger Hund, bringt jedoch spezifische Schwachstellen an den Augen und den Kniegelenken mit. Wenn du nach einem Welpen suchst, musst du genau wissen, welche Vorsorgeuntersuchungen bei den Elterntieren durchgeführt wurden.
Erbliche Augenerkrankungen gezielt abklären
In der Rasse treten vor allem drei Augenthemen auf: die primäre Linsenluxation (PLL, eine schmerzhafte Verlagerung der Augenlinse), die Collie-Augenanomalie (CEA, eine Entwicklungsstörung der Aderhaut) sowie der Katarakt (Grauer Star). Für PLL und CEA existieren etablierte DNA-Tests. Ein solcher Gentest zeigt zuverlässig, ob ein Zuchthund genetisch frei, Anlageträger oder selbst betroffen ist. Gesundheitsorientierte Züchter verpaaren Anlageträger dieser rezessiven Merkmale ausschließlich mit getesteten, freien Partnern. So erbt kein Welpe die getestete Mutation von beiden Eltern; das Risiko für diese Erkrankungen sinkt deutlich. Da Katarakte zusätzlich in verschiedenen Formen auftreten, lassen verantwortungsvolle Züchter die Augen ihrer Zuchttiere vor dem Einsatz zudem klinisch durch einen Fachtierarzt für Augenheilkunde untersuchen.
Patellaluxation und Alltagsvorsorge
Wie bei vielen kleinen Rassen ist auch beim Lancashire Heeler die Patellaluxation (PL) ein Thema, bei der die Kniescheibe aus ihrer Führungsrinne springt. Dies wird vor der Zucht durch eine manuelle klinische Untersuchung beim Tierarzt geprüft, um das Risiko für den Nachwuchs zu senken. Im späteren Alltag trägst du selbst viel zur Gesundheit bei: Halte deinen Heeler unbedingt schlank (im Rahmen der rassetypischen 4 bis 8 kg), sorge für gelenkschonende Bewegung ohne ständiges Springen aus großer Höhe und plane regelmäßige tierärztliche Augenkontrollen ein, um eventuelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen.