Ein Löwchen adoptieren: Warum der kleine Begleithund im Tierheim landet
Wenn du ein Löwchen adoptieren möchtest, triffst du eine wunderbare Entscheidung. Ursprünglich als Begleithund der europäischen Aristokratie gezüchtet und bekannt für seinen charakteristischen „Löwenschnitt“, bringt dieser Vierbeiner mit 25 bis 33 cm Schulterhöhe und 5 bis 9 kg Gewicht viel Lebensfreude ins Haus. Da die Rasse eher selten ist, sitzen nicht in jedem Tierheim reinrassige Vertreter. Dennoch suchen immer wieder Löwchen oder Löwchen-Mischlinge über den Tierschutz ein neues Zuhause.
Die Abgabegründe sind meist menschlich nachvollziehbar und selten die Schuld des Hundes. Oft ändern sich Lebensumstände durch Krankheit, Trennung oder berufliche Umbrüche. Hinzu kommen rassetypische Faktoren, die im Alltag unterschätzt wurden:
- Fellpflege: Das lange, seidige Haar ohne Unterwolle haart zwar kaum, verfilzt aber ohne regelmäßiges Bürsten schnell. Wird die Pflege vernachlässigt, entstehen schmerzhafte Filzplatten, die die sensible Haut reizen.
- Nähebedürfnis: Löwchen sind zärtlich, aufgeschlossen und extrem menschenbezogen. Müssen sie täglich viele Stunden allein bleiben, leiden sie still oder entwickeln Trennungsstress.
- Lebhaftes Wesen: Trotz seiner geringen Größe und der hohen Stadttauglichkeit ist der „Kleine Löwe“ kein reines Schoßhündchen. Er bringt ein mittleres Energielevel und einen wachen Geist mit, der Beschäftigung einfordert.







