Der größte Vorteil bei einem erwachsenen Mischlingshund aus dem Tierheim: Sein Charakter und seine Größe sind bereits bekannt. Du siehst sofort, ob das Temperament zu deinem Alltag passt, wie hoch seine Trainierbarkeit ist und wie gut er sich mit Kindern oder anderen Hunden versteht. Bedenke jedoch, dass das Tierheim eine stressige Ausnahmesituation ist. Manche Hunde zeigen erst nach einigen Wochen im neuen Zuhause ihr volles Potenzial oder bisher verborgene Unsicherheiten.
Auch gesundheitlich lohnt sich ein genauer Blick. Mischlingshunde gelten oft als robust, bringen aber je nach den eingekreuzten Ausgangsrassen ganz individuelle gesundheitliche Risiken für Gelenke, Augen, Knie oder Atmung mit. Stammt ein geplanter Mix von einem gesundheitsorientierten Züchter, lässt dieser vorab Hüften, Ellenbogen, Knie und Augen der Elterntiere klinisch und per Röntgen prüfen, testet je nach Ausgangsrasse auf Medikamentenempfindlichkeit und achtet auf freie Atemwege, um die Risiken für den Nachwuchs zu senken. Bei einem Hund aus dem Tierschutz oder aus ungeplanten Würfen fehlen diese Voruntersuchungen der Eltern fast immer. Achte deshalb besonders auf ein gesundes Gewicht und eine gelenkschonende Bewegung. Besprich je nach optischem Mix mögliche Besonderheiten bei der Atmung oder einer Medikamentengabe frühzeitig mit deinem Tierarzt.