Ein Mops aus dem Tierschutz bringt eine Vorgeschichte mit. Viele zeigen sich anfangs verunsichert, da ihnen ihre wichtigste Stütze – ihre Familie – fehlt. Sobald das Eis gebrochen ist, blüht das typische Wesen schnell auf: du erlebst einen Hund mit ruhigem Grundtemperament, der keineswegs faul ist, sondern das gemeinsame Spielen und Toben liebt und sich gut mit Kindern sowie anderen Hunden versteht.
Gleichzeitig musst du die gesundheitlichen Besonderheiten der Rasse realistisch einplanen. Mops-Hunde haben deutlich erhöhte Gesundheitsrisiken – vor allem bei der Atmung, der Wirbelsäule, den Augen und dem Risiko für Gehirnentzündungen, die viele Hunde ein Leben lang begleiten. Während verantwortungsvolle Züchter Atemwege sowie Wirbelsäule klinisch und per Röntgen prüfen lassen, auf Keratokonjunktivitis sicca (KCS, trockenes Auge) untersuchen und DNA-Tests für die Nerven nutzen, um extreme Übertypisierungen zu vermeiden und Risiken zu senken, ist die genetische Herkunft im Tierheim meist unbekannt.
Stelle dich bei der Adoption auf folgende rassetypische Gesundheitsthemen ein:
- Atemwege: Das Brachyzephale Syndrom führt oft zu verengten Atemwegen und geringer Hitzetoleranz.
- Augen: Durch die Kopfform besteht ein Risiko für das Expositionskeratopathie-Syndrom, Ektropium, Entropium sowie KCS.
- Haut und Fell: Das glatte, kurze Fell ohne Unterwolle haart mäßig; besondere Aufmerksamkeit erfordern Hautfaltendermatitis, Atopische Dermatitis und Demodikose.
- Nerven, Skelett und Herz: Komplexe Wirbelmissbildungen, das Sick-Sinus-Syndrom sowie Meningitis und die Nekrotisierende Meningoenzephalitis (NME, Mops-Enzephalitis) gehören zu den ernsten Risiken der Rasse.